Heute bin ich durch die beiden Fischereibetriebe in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gegangen. Der eine Betrieb betreibt Grossfischerei. Ein Netz wiegt rund 3 Tonnen und muss riesig sein. Mit einem Kran wird es in die Waschmaschine mit der Riesentrommel gehievt. Es riecht ziemlich deftig. Am Kai liegt das grosse Fangschiff. Das, wenn ich mich recht erinnere, vor 3 Tagen das letzte Mal hier war. Vermutlich sind sie so lange draussen auf dem Meer. Jetzt werden nagelneue Netze geladen. Es wird wohl bald wieder ablegen. Der Fisch wird über grosse Röhren an Land gebracht. So etwas wie ein Megastaubsauger.
![]() |
| Dorschfang in der Industrievariante |
Der Fisch wird in grossen Kanistern, bereits geköpft und ausgenommen, angelandet und gleich in die Weiterverarbeitung gebracht. Die Fischer stehen in der Halle drin, diskutieren und schauen zu, bis ihr Fang in den richtigen Händen ist. Sehenswert ist nur schon die Ausrüstung, die sie tragen. So dicke Stiefel habe ich noch nie gesehen. Fotos machte ich übrigens keine. Ich bin da eher zurückhaltend. Auf Youtube ist dieses Video aus genau diesem Betrieb zu finden.
![]() |
| Hier die traditionelle Variante mit Kleinbooten |
Ich für meinen Teil kaufte heute, wie eingangs erwähnt, frischen Dorsch. Ein Teil des Fangs wird getrocknet und zum berühmten Trockenfisch verarbeitet. Diese Tradition lebt. Heute wird fleissig an den Gestellen gearbeitet. Da gibt es die bekannten, giebelartigen, Modelle. Dazu die Variante Hopfengestell, da hängt der Himmel waagrecht voller Fisch. Aktuell sind diverse Trocknungsstadien zu bestaunen. Vom fast noch frischen Fisch bis zum bereits relativ gut getrockneten Modell hat man die Auswahl.
![]() | ||
| verschiedene Stadien der Dorschverarbeitung |


