Dienstag, 18. März 2014

Es gab Nordlichter

Genau. Kaum war ich weg, kamen die Dinger zurück. Relativ schwach, wie ich auf Grund der Fotos der Website Auroraskystation beurteile. Aber immerhin. Es fuxt mich einfach schon ein wenig, war die Reise in Sachen Nordlichtern umsonst. Aber ehrlich gesagt hatten wir bis jetzt ja Glück: Auf die Lofoten gereist im März: gesehen. Im September in Abisko: gesehen. Im September in Gällivare: gesehen. 

Montag, 17. März 2014

Bingo - wieder daheim

Einmal mehr Air Berlin. Die haben gewartet bis ihr Zubringer aus Stockholm ankam. Ein Spurt durch Berlin Tegel und ich sitze im Flieger nach Zürich. Uff. Ob mein Gepäck auch folgen konnte? 10 Minuten reichten wohl nicht. Schauen wir mal. Hauptsache ich komme heim. 

Und in Kloten bestätigt es sich: mein Gepäck ist noch irgendwo unterwegs. 

Fjälltour

Fjällski und Pulka. So sind die Schweden im Winter unterwegs. Die Schweizer schleppen einen grossen Rucksack und haben die Tourenskis dabei. Der Vorteil: Sie können die Berge gut hochsteigen und runterfahren. Bei den Fjällski, breiteren Langlauflatten, sieht das eher wacklig aus. 


man beachte das bisschen Fell das Halt gibt

ist wirklich nur so kurz das Stück Fell 

die Pulka hängt man mit einem breiten Gurt am Bauch an und dann heisst es ziehen; dürfte bergab spannend werden wenn das Teil von hinten überholen will ... 

Die Bilanz in Form eines Wetterberichtes ...

... meines Trips in den hohen Norden ist irgendwie durchzogen. Auf der sonnigen Seite verbuche ich die 4 Tage in der SFT Turiststation in Abisko. Es war schön, wieder hier zu sein. Das Essen war gut, das Zimmer angenehm und ich konnte mal wieder so richtig die Zeit für mich geniessen. Interessant war es sicher gestern Abend, als ich die ehemalige Hüttenwartin wieder traf. Spannend war das miese Wetter von Donnerstag bis Samstag. Wie das hier oben tun kann, man kann sich das bei uns kaum vorstellen. Hochalpine Verhältnisse auf 300 Meter über Meer. In etwa so. 

In der Mitte kommt das Wetter zu stehen. Es war so schlecht, da lief schlicht nichts mehr. Andererseits war es eine eindrückliche Erfahrung wie es hier oben wüten kann. Ich kann nun nachvollziehen, wieso auf der Hundeschlittentour Zelte und Schlafsäcke für eine Notübernachtung in der Pampa ein Muss sind. Die letzten zwei, sonnigen und sehr kalten Tage entschädigten dann ein wenig. Gerne hätte ich mehr Zeit bei dem strahlenden Winterwetter gehabt. Um zu Fotografieren. 

Auf der Regenseite kommen ganz klar die fehlenden Polarlichter zu stehen. Der eigentliche Zweck der Reise. Zwei klare Nächte, null Lichter. Schade. Ein wenig bin ich schon enttäuscht. Auch wenn ich weiss, dass es sich hier um die nicht planbare Natur handelt. Aber eben: Ich habe mir mehr erhofft. 

Für ein nächstes Mal wären wohl zwei Wochen in der Gegend gefragt. Mit Schneeschuhen oder so. Auch um Aktivitäten zu haben. Ohne Ski oder Schneeschuhe kommst du nicht weit. Ein Trekking dem Kungsleden entlang wär schon was. Je nach Witterung zwischen hart und traumhaft schätze ich. 

Mir hat es aber definitiv gefallen. Ein Winter hier oben wäre was! 

Nachfolgend noch ein paar Eindrücke von heute - geknipst auf der Fahrt von Abisko nach Kiruna. 






Ob das gut kommt?

In Stockholm das Gepäck entgegengenommen. Nach hinten ins Terminal 2 gewandert. Das zieht sich. Als wir nach Arvidsjaur gingen für die Hundeschlittentour, mussten wir auch so weit nach hinten laufen. Bei der Air Berlin das Gepäck wieder abgegeben. Nachdem die Dame am Schalter eine gefühlte Ewigkeit mit ihrem Computer und Etikettendrucker rumbastelte. 

Jetzt in der Beiz. Ein Smoothie und Sandwich genossen. Und festgestellt, dass sich der Flug nach Berlin auch bereits zum zweiten Mal verspätet. Ich bin nicht sehr positiv gestimmt was den Anschluss anbelangt. Strande ich statt in Stockholm nun einfach in Berlin? Ich weiss es noch nicht. Langsam aber sicher wird es nervig. Und auch teuer. Der Trip in den hohen Norden entwickelt sich kostenmässig von "vertretbar" zu einer Luxusreise. Für das Geld wären zwei Siktourenwochen dringelegen. Tja. Die Fluggesellschaften müssen auch leben :-(. 




Karten neu gemischt

WLAN im Flieger. Fluch und Segen. Ich fand tatsächlich über meine Flug-App swoodo einen Flug von Stockholm nach Zürich. Über Berlin. Aber das ist nicht weiter schlimm. Dafür kostet er 50% des Preises des einzigen Alternativangebotes von SAS. Rund € 260.00. So sollte der Schaden auf maximal rund Fr. 500.00 zu stehen kommen. Was ich teuer genug finde. Und ich komme heute noch heim. 

Sollte deshalb: beim Buchen hat mich die Air Berlin App rausgeschmissen. "Zeitüberschreitung, abbrechen". Tja. Blöd nur, dass die Transaktion im Hintergrund weitergelaufen ist. Ich buchte ja, von wegen Abbruch, nochmals von vorne. Und habe nun exakt 2 gleiche Buchungen. Jetzt darf ich dem auch noch nachrennen. Freude herrscht :-(. 

Hoffnung ist gelandet

Aha. Es ist ein Norwegian Flieger gelandet. Da der nächste Flug auf diesem kleinen Flughafen erst um 16.40 Uhr geht und von SAS ist, müsste das meine Büchse sein. Also muss ich jetzt sehen, wie es von Stockholm aus weitergeht.  

Gemäss dem Piloten hat es heute Morgen in Stockholm stark geschneit. Und wenig ging mehr. Dummerweise ist mein Flieger nach Zürich nicht verspätet. 

Die Reise ins Ungewisse

Ins Auto gestiegen bei tollstem Wetter. Sonnig, -23 Grad. Gen Kiruna auf den Weg gemacht. Wie ein Einheimischer gebrettert. Unterwegs zwei, drei kurze Fotostopps. Bei der Tankstelle den Tank gefüllt und pünktlich am Flughafen das Auto abgegeben. Gerne hätte ich mehr Zeit gehabt. 

Hier zwitschern die Vögel bei -10 Grad. Ist wohl so etwas wie Frühling. Oder zwitschern sie weil sie kalt haben?

Am Flughafen der Hammer. Der Flug ist verspätet. Zuerst 1 Stunde. Das hätte auf den Anschluss in Stockholm gereicht. So viel Reserve habe ich eingerechnet. Dann die nächste Info. Statt 13.10 jetzt 15.00 Uhr. Super. Damit ist mein SAS-Flug Stockholm - Zürich futsch. Günstig gebucht. Ohne Umbuchungsoption. Fr. 189.00 gespült. Nicht nett. 

Ich müsste neu buchen. Bloss: wann bin ich in Stockholm? Weiss der Teufel wann. Um 19.45 Uhr geht der letzte Flieger für heute. Kostet rund € 200.00 mehr als der erste Flieger am Dienstag. Ich muss mal rechnen was günstiger kommt. Zum Glück hat der Flieger WLAN. Dann kann ich aus der Luft buchen. Und wohl gegen € 400.00 abdrücken. Ein teurer Spass. Habe ich Pech, muss ich nochmals eine Nacht ins Hotel. Wir werden sehen. 

Die Rückreise habe ich mir wirklich angenehmer vorgestellt. Jetzt hätte ich Zeit für Kiruna ...

Kulinarisch ist es hier eher was für Fastfooder. Aber etwas essen muss man ja. Falafel. Die haben wenigstens Gemüse drin. 


Sonntag, 16. März 2014

Frieren für nichts

20.37 Uhr: Aufbruch in Abisko. Der Himmel ist klar. Die Sterne funkeln. -17 Grad. Himmel ruhig. Auf der Fahrt quere ich Nebelbänke. Kältenebel? 

21.05 Uhr: Ankunft beim Parkplatz oberhalb "meiner"' Hütte. Ein Schlittenhundtrsnsporter kampiert dort. 2 Personen zelten. Es ist affenkalt. Das halte ich nicht lange durch. -23 Grad! Himmel ruhig. 

21.21 Uhr: Ich warte im Auto. Das geht. -22.5 Grad. Warmfront? 

22.23 Uhr: Alles ruhig. Bin zurück nach Abisko. Es war einfach zu kalt um draussen zu warten. Richte mich nun hier ein. -22 Grad. So viel hatte ich wohl noch nie an Kleidern am Leib. 

23.35 Uhr: Ich musste rein. Leichter Wind. Es ist wirklich frisch hier draussen. Aktivität ist immer noch null. Der Himmel wäre klar und bereit. Ich auch. 

00.00 Uhr: Was bin ich froh über meinen Entscheid, nach Abisko zurückzufahren. Und nun drinnen zu warten. Pikett im Treppenhaus. Da hat es ein Fenster in die richtige Himmelsrichtung. Alleweil besser als draussen zur Eisskulptur zu erstarren. Wie lange gebe ich mir Zeit? Schlafen wäre auch nett. Gerade lese ich, es habe im Tessin 25 Grad gehabt heute. Da können wir mithalten. Einfach mit dem "-" davor ;-). 

01.08 Uhr: Fürwahr. Eine herrliche Vollmondnacht. Klar und kalt. Bloss: da fehlt was. Genau: Nordlichter. Aber nicht die Spur einer Spur von den Dingern. Schaue ich auf den Aurora Forecast, sehe ich die tiefe Sonnenaktivität. Kein Wunder machen die Lichter Pause. Es ist nun das eingetroffen, was ich ehrlich gesagt als Risiko mit tiefer Wahrscheinlichkeit auf dem Radar hatte. Nämlich: keine Lichtsichtung! Tja. Ist halt Natur. Und das ist gut so. 

01.39 Uhr: Fertig lustig. Ich schlief beim Warten fast ein. Somit finito. Ich habe das Pyjama montiert und werde nun schlafen. Das Risiko, eine Lichtexplosion zu verpassen nehme ich auf mich. Ist eh klein. 

Der Himmel wäre perfekt gewesen. Der Standort auch. 











Die Neuigkeiten strömen nur so rein

Die Touris sind plötzlich weniger. Wie daheim. Ab Sonntag hat man in den Hütten seine Ruhe.

Heute ist eine Gruppe älterer Schweizer angekommen. Dem Ton nach Berner (Oberländer, Grindelwald). Und man glaubt es kaum, die sitzen im grossen Speiseplan direkt hinter mir. Ist lustig so zuzuhören. 

Morgen gehen sie mit ihren Tourenskis (ja, nicht Fjällski) los. Nach einer Woche kommen sie in Nikkaluokta, ca. 140 km südlich von Abisko, wieder aus dem Nationalpark raus. Die längste Etappe sei ca. 30km lang. In der Zwischenzeit besteigen sie einige Berge. Sie seien seit mehreren Jahren immer im März hier und einfach begeistert. Vor allem die Weite der Landschaft sei einmalig. Was ich bestätigen kann. Sie sind ganz überrascht, einen Schweizer gefunden zu haben. Ich fragte nach, was ihre Pläne seien. Sie freuten sich, als ich von den 30cm wunderbar neuem Pulverschnee erzählte. Der notabene nach dem Sturm fiel. Also noch da ist :-). 

Dann bedient heute eine neue Mannschaft. Ich glaubte meinen Augen kaum. Dabei ist die ehemalige Hüttenwartin der Låktatjåkkastugan Hütte. Der höchstgelegenen Hütte Schwedens. Wo wir im September waren! Nach einem kurzen Austausch hat sie sich wieder an Gabi und mich erinnert. Winterthur war das Stichwort. Sie arbeitet jetzt hier in der Turiststation. Ihr Vertrag auf der Hütte wurde leider nicht verlängert. Sie ist enttäuscht. Das Management in Björkliden sei seit zwei, drei Jahren nicht so toll. Schon ihr Grossvater ist Hüttenwart in der Låktatjåkkastugan gewesen. Sie hofft, die Familientradition bald wieder fortführen zu können. Sie denkt daran, nach der Wintersaison drei Monate Ferien zu machen. Ich konnte ihr sagen, dass das eine 1a-Idee sei. Sie schickt die besten Grüsse an Gabi nach Winti ;-). 

Ja. Und dann noch dies: die Zugstrecke ist seit Freitag unterbrochen. Bei Kiruna vorne sei ein Erzzug entgleist. Sie seien immer noch am Aufräumen. Die Fahrleitung sei kaputt und die Geleise offenbar auch. Mehr weiss ich nicht.

Auffällig ist die Menge an Militär hier. Sie üben jeweils im Winter hier draussen im Nationalpark. Die Schweizer, siehe oben, waren mal hier, als eine vereinte Übung von Militär und Polizei stattfand. Das sei mühsam gewesen. Die ganze Woche Helilärm. Dazu noch Schneemobile. Willkommen in der stillen Natur kann ich da nur sagen. 

Jetzt packe ich für eine kalte, lange Nacht. Und rücke dann gelegentlich mal aus. Der Himmel ist ziemlich hell. Ich hoffe schwer, es tue sich was diese Nacht. Ich werde aufbleiben. Das habe ich mir geschworen. Und ein Plätzchen suchen, wo ich nicht zur Eisstatue werde. Die kleine Hütte werde ich wohl auch besuchen. Und dann mal schauen, ob es klappt. Quasi auf dem allerletzte Drücker. 

Ohne Schneemobil ...

... geht hier nicht viel. Ich glaube, Schweden haben keine Identitätskarte. Die haben einen Schneetöff und weisen sich so aus. Die Dinger machen einen Heidenlärm, stinken wie die Pest und die Pilotinnen und Piloten fahren damit in einem Höllentempo auf den separaten Spuren durch die Gegend. Ein Wochenendvergnügen scheint es auch zu sein. Ganze Gruppen von jungen Typen entstiegen Kleinbussen. In perfektem Outfit für eine Schneemobiltour.

Ohne Haus für das Schneemobil

Mit Haus für das Schneemobil

Es macht Lärm, es stinkt, und offenbar haben sie Freude

die warten wohl auf Fahrerinnen und Fahrer

ganze Rudel hat es von den Dingern

Björkliden im Winter

Ist das Skigebiet oberhalb von Abisko. Ein Reich für Freerider. Herrlichster Pulverschnee. Es hat auch normale Pisten. Die Hütten, von denen es hier sehr, sehr viel hat, sind haben ihre Bewohner gefunden. Die Skigäste. Unterhalb gibt es einen Campinglatz. Ganz klar nichts für Warmduscher. Wintercamping hier oben ist wirklich etwas für die, die das brauchen. Und das sind nicht wenige. Alles in Allem sieht das Ganze entspannt aus und ich habe nicht das Gefühl, dass es viele Leute hier hat. 

Komfortable Ferienhäuser mit Aussicht

Kinderskilift mitten im Kuchen

Sonnensucher gibt es auch hier

Die zwei schaufeln schon eine ganze Weile ...


Wetterwechsel hat geklappt


Heute Morgen war es knackig kalt mit -16 Grad. Dafür schien die Sonne und ich sah endlich mal die Gegend wieder. Seit ich angekommen bin, hat sie sich vorwiegend versteckt. Wunderbar weiss liegt die Landschaft da. Die Weite ist im Winter noch beeindruckender als im Sommer. Durch das Weiss wirkt sie fast endlos. 

Bei meiner Pirsch durch die Umgebung habe ich verschiedene Plätze besucht, die wir im September 2013 aufgesucht haben. Um den Unterschied zwischen Herbst und Winter zu erfahren. Die Temperaturen sind wieder "normal", mit -10 bis -12 Grad tagsüber. Es ist trocken kalt. Total angenehm. Meistens hatte ich mit der Daunenjacke zu warm und bin deshalb nur mit der Wolljacke unterwegs gewesen. Die Sonne wärmte herrlich. Kaum ist man am Schatten, zieht man rasch etwas an. 

Ich glaube, die nächste Nacht wird wirklich sehr, sehr frisch. Ich werde wohl eine Schicht mehr mitnehmen damit ich nicht anfriere. 

Stimmungsbild vom Torneträsk

Die Weite ist eindrücklich

Birken nach dem Schneesturm


Lapporten in der Winterversion


Ansitzen

Wie bei der Jagd. Und wie gewohnt bei den lieben Polarlichtern ist Geduld gefragt. Gegen 20:30 Uhr rücke ich aus. Es schneit in Abisko. Durch die Wolken sieht man, erstmals seit zwei Tagen, schemenhaft den Vollmond. Sooo dick sind die Wolken also nicht. 

Ich fahre zu "meiner"' Hütte. -10 Grad ist es. Spürbar frischer als auch schon. Die Hütte ist leer. Ich lege mein Material ab und stelle die Kerzen auf. Der Nebeneffekt: sie geben Wärme ab. In der Hütte ist es jetzt 0 Grad. Klar angenehmer zum Warten als draussen. Immerhin ist es windstill. 

Der Himmel über mir zeigt ein Loch in den Wolken. Ich sehe Sterne. Aber leider keinerlei Aktivität der Polarlichter. So warte ich ab. Trinke heissen Tee und hoffe. Es ist 22.45 Uhr.

23.00 Uhr. Es schneit wieder. Ich packe zusammen. Draussen sind es -13 Grad. Nach rund 1 Stunde bin ich wieder in Abisko. Der Himmel ist mehrheitlich aufgeklart. Bloss: Polarlichter sind keine zu sehen. Kein Mux, kein gar nichts. Sicherheitshalber fahre ich noch ein wenig Richtung Norwegen. Seit heute Abend ist die Strasse wieder offen. Konvoi fahren muss man nicht mehr. Aber auch hier hinten ist Fehlanzeige. Tja. Umdrehen und zurückfahren ist angesagt. Ich gehe ins Bett. Es ist 01.05 Uhr. 

Draussen wartet ein Paar offenbar ebenfalls auf die Erleuchtung. Bald gehen sie rein. Es ist fast klar. Aber bibbernd kalt. 

Ich lasse den Vorhang offen. Man weiss ja nie ...


Sternenhimmel bei -13 Grad; ohne Polarlichter leider

Formel 1 Saison hat begonnen - auch hier

Ja, die E10 dient offenbar als Teststrecke für die Formel 1. Zum Teil ist die Strasse schneebedeckt, zum Teil vereist. Aber wen kümmert das? Die Schweden rasen mit 100 km/h über die Strecke. Heute Nacht, ich habe geglaubt ich spinne, fahre ich mit den erlaubten 90 km/h gen Abisko. Da wird es hinter mir hell. Und schwupp überholt mich ein Lastwagen. Der brettert dann mit über 100 km/h weiter. Krass. Auch die Typen mit den grossen Anhängern, in denen die Schneemobile verladen sind, brausen mit einem Affenzahn an einem vorbei. Ich frage mich, wie viele Unfälle das wohl gibt. 

Samstag, 15. März 2014

Tafelfreuden

Jeden Abend freue ich mich auf meinen 3-Gänger. Wie vom Herbst her gewohnt, verwöhnt einem hier die Küche richtiggehend. Alle Menüs waren 1a und schmackhaft. Die Portionen sind gerade richtig in der Grösse. Und der Service ist effizient und aufmerksam. 

Morgens begrüsst das reichhaltige Zmorgebuffett. Da geht man durchaus das Risiko ein, zu viel zu mampfen :-)

"Location Scout"

Wo kommt es gut mit dem Fotografieren? Vordergrund ist wichtig, nicht zu hoch (Berg). Ideal ist eine Seefläche um freie Bahn zu haben. Auf den Profibildern sieht man häufig eine beleuchtete Hütte im Blickfeld. Stimmen muss viel. 

So ging ich zurück zum einen Punkt wo wir letzte Nacht waren. Der sah ideal aus. Und ist es bei Tageslicht rekognosziert auch. 35km in Richtung Kiruna am Torneträsk. Dem grossen See. Der dick zugefroren ist. Ich dachte, er breche schon auf. Das hat getäuscht. Es war schwarzes, blankes Eis. Wir standen letzte Nacht drauf. 

Am Ufer hat es eine kleine Holzhütte. Die offen ist. Sie dient als Rast- und Schutzhütte. Ideal für mich. Da kann ich windgeschützt warten. Schon vorher kaufte ich Rechaudkerzen und Zündhölzer. Damit kann ich die Hütte mit warmem Licht erhellen. Was durch die Fenster toll wirkt. Zwei Kerzlein genügen. Zusammen mit der Langzeitbelichtung wird das super. Mit Proviant und heissem Tee wird das, wenn das Wetter mitmacht, heute Nacht mein Standort sein. 

In Richtung Norwegen ist im Gegensatz zum Sommer nichts zu wollen mit einem guten Standort. Die Strasse ist nach dem Abzweiger nach Björkliden gesperrt und darf nur im Konvoi befahren werden. 

Es schneit. Und hat über Nacht fast 30cm wunderbaren Pulverschnee hingehauen. Sofern es den nicht verblasen hat ist es toll. Ansonsten sieht man einfach nichts und steht im Staub. Auch auf der Strasse. Dafür ist alles schön weiss. Und das Thermometer kennt nur noch den Weg nach unten. Aktuell -6. 

 


Das Elend der Touristen

Was bin ich froh, habe ich mein Mietauto. Gestern fielen alle Züge aus. Und die Busse von Narvik nach Kiruna und zurück fuhren wegen des Wetters auch nicht. Da kommst du von hier nicht weg. Ausser du bist autonom. 

Heute dasselbe Spiel. Man probiert, Taxis zu buchen. Von denen gibt es aber auch nicht grad viele. Vor allem kommen die von Kiruna. 100km weit Weg. Dürfte teuer werden. 

Ich kann ja mit einem Schild an die Rezeption stehen und Taxi spielen. 

ÖV ist schon gut. Hier oben kommst du damit aber klar an die Grenzen. 

Update von 14.45 Uhr: die Buse fahren wieder und die Touris kommen weg. Und hin. 

Fotos gefällig?

Dann bitte hier vorbeischauen: 

Wetterwechsel

Genau. Es hat gewechselt. Gestern schneite es. Von rechts nach links. Heute von links nach rechts.

Und der Sturm ist auch fertig. Das ist ein Anfang. Das Fotografieren in der Nacht bei 60 km/h Wind war erfrischend. Vor allem weil wir ziemlich direkt im Wind standen. 

Heute gegen 23.00 Uhr sollte es aufklaren. Die Temperaturen haben ihre Reise gen Keller (-15) schon angetreten. Aktuell ist es -4. 

Und dann, man glaubt es kaum, sollte es zu 95% klar sein. Inkl. Montag. Was die Chancen auf die begehrten Lichter plötzlich zurückbringt. Die Hoffnung stirbt  bekanntlich zuletzt. 

Aurora Ursealis

Aurora Borealis - oder Polarlicht. Aurora Ursealis - oder Urslicht. Heute gab es mangels klarem Himmel die Variante 2. Das Wetter ist anhaltend schlecht. Der Sturm wütet weiter und der Schnee wirbelt herum. Nicht gerade die idealen Bedingungen für den Fotokurs am Freitagabend.

Ich stehe in der Gruppe und denke, ich bin im falschen Film. Touristenfalle pur. Bis mein Natel läutet und die Reception dran ist. Wo ich denn sei? Die Leute vom Fotokurs, schlussendlich 3 Personen mit mir, seien am Warten. Tja. Künstlerpech. Da war eine andere Gruppe zur selben Zeit am selben Ort. Ich latsche denen nach. Und bin prompt falsch. 

Wir steigen ins Auto. Gen Abisko. Oben wartet ein Schneemobil mit Anhänger für Passagiere. Den warmen Overall haben wir mitgenommen. Die Leiterin meint, in Richtung Kiruna, wo sie herkommt, sei das Wetter besser und der Himmel eventuell teilweise offen. 3 x darf geraten werden, was die anderen 2 Gäste wollten. Polarlichter oder beleuchtetes Tipi mit Holzfeuer fotografieren. Genau. Wir sitzen also wieder ins Auto und machen uns auf die Suche nach einem hellen Loch in der Wolkensuppe. Ohne Erfolg. Am Ende sind wir 4 Stunden draussen. Der Wind pfeift. Es bläst so stark, dass es mir einmal das Stativ umhaut. Zum Glück ohne Folgen. Wir kämpfen mit dem Wind und machen uns mit unseren Kameras vertraut. Was will man auch sonst machen? 

Dabei ist eine Engländerin. Die muss heute Morgen um 04.00 Uhr losfahren weil sie heim muss. Sie ist seit Mittwoch hier. Und hatte, ich kam ja am Donnerstag, nur schlechtes Wetter. Ein Mann aus Südschweden kam gestern und geht heute. Null Sicht gehabt. Ich habe zumindest noch 2 Nächte, in denen es eventuell vielleicht mal klar sein könnte. 

Um viertel nach zwölf beenden wir die Übung. Es wird doch langsam kalt und kälter. Wir fahren gen Abisko. Plötzlich bremst die Leiterin. Ein junger Elch verwechselt die Strasse (E10) mit seiner Trainingspiste. Wir fahren ihm über Hunderte von Metern langsam nach. Stoppen und hoffen, er verlasse die Strasse. Probiert er auch. Bis er merkt, dass es nebenan strenger ist wegen dem Schnee. Drum hüpft er wieder auf die Strasse. Zu guter Letzt treibt ihn ein entgegenkommendes Auto in die Flucht.

Wohlbehalten kommen wir in der Turiststation an. Ich geniesse eine heisse Schoggi, tippe den Blogeintrag und bin langsam aber sicher bettreif. 

Fazit: der Fotokurs ist nicht für nichts gewesen. Ich erhielt von der Profifotografin 2 Tipps die wertvoll sind. Immerhin das. Und ich weiss jetzt, dass meine Kamikschuhe wirklich schön warm geben. Zusätzlich habe ich 2 heisse Plätze für Polarlichtaufnahmen. Nur Kerzen muss ich noch kaufen. Damit ich eine Hütte illuminieren kann. Die wäre dann das Zugemüse für das Polarlichtbild. 
Aurora Ursealis in rot - mit Langzeitbelichtung kein Problem, abdrücken, nach vorne spazieren, Stirnlampe bewegen und fertig


Aurora Ursealis in weiss



Freitag, 14. März 2014

Back on track

Wie der Autofahrer sagt, wenn das Auto wieder auf der Strasse steht. Der Abschlepper kam tatsächlich aus Kiruna. Und meinte, das komme öfters vor. Ich weiss jetzt auch, wieso die hier in der Mitte der Strasse fahren. Weil es von der befestigten Strasse bis zum Begrenzungsstecken locker 50cm oder mehr Abstand hat. Der Graben ist mit Schnee gefüllt und vom Schneepflug schön eben gefräst. Sieht harmlos aus. Ist er aber nicht. Nun, mit der Seilwinde war das Problem nach 5 Minuten gelöst.  

Immerhin gab das ein paar einmalige Fotos :)




Traditionen, die verloren gehen - oder ersetzt werden

Schwedische Fenster. Chronisch undicht, die Hakenlösung aus dem letzten Jahrtausend. Oftmals hat man das Gefühl, das sei nicht mehr zeitgemäss. Aber typisch schwedisch. Nun: auch hier im Norden ist Energie sparen ein Thema. 3-fach Verglasungen halten Einzug. Und plötzlich hat es hier oben Fester mit Griffen wie bei uns. Das ist gewöhnungsbedürftig. In etwa so wie wenn die Engländer ihre Schiebefenster auf einmal mit Fenster wie bei uns ersetzen würden. 

Dafür sind die neuen Fenster dicht. Ganz im Gegensatz zu den alten Versionen. Die öfters nicht mal den Regen richtig abgehalten haben ...


das ist dick und dicht


die alte Zeit

die neue Zeit

Servicecheck

Der lokale Traktorfahrer, der helfen könnte, hat 3 Mobiltelefonnummern. Und ist nicht zu finden. 

So delegiere ich die Fahrzeugbergung an meine Arbeitgeberin. Da habe ich eine Rundum-Sorglos-Assistanceversicherung. Die Fallübernahme ist nach 3 Minuten abgeschlossen. Wird kostenmässig eh besser als selber zahlen. Und da muss ein Profi ran. Sonst habe ich fast mit Garantie einen Schaden am Auto.

Ich schalte einen Boxenstopp am Lunchbuffet ein. Wandern gibt Hunger.

Und harre nun des Telefons. Vermutlich von einem Pannendienst aus Kiruna. Der fährt locker 200km hin und zurück für den Auftrag. Ich bin gespannt. Ich kann mich ja dann als interner Qualitätssicherer betätigen :-).

Er steckt ...

Für die geneigten Leserinnen und Leser des Blogs ist mir kein Aufwand zu gross. Deshalb gibt es heute eine spezielle Einlage. 

Wie geschrieben biege ich von der Hauptstrasse auf die kleine Seitenstrasse ab. Sie ist gut geräumt. Gut 300m nach dem Abbieger fahre ich friedlich langsam gen See. Plötzlich zieht das Auto mit Macht nach rechts. Ich habe keine Chance. Der Schneepflug hat offenbar zu weit nach rechts geräumt. Auf das Bankett. Das einfach einbrach. Das Auto soff vorne rechts ab. Und liegt im Strassengraben. Kaputt ist nichts. Aber da komme ich nur mit professioneller Hilfe wieder raus. 

Ich packe alles, um zu Fuss nach Abisko zu wandern. Es wäre etwa eine halbe Stunde. Da hält ein Schwede. Stellt fest, dass er auch nicht helfen kann, weil wir beim Golf keinen Haken finden um ein Seil anzuhängen. Ich kann bis zur Tankstelle in Abisko mitfahren. Die Dame dort ist hilflos als ich mein Anliegen schildere. Tja. Ich wandere zurück zur Turiststation. Und organisiere von hier aus Hilfe. 

Das Auto geniesst einen gemütlichen Nachmittag und hängt ein wenig rum. 




Ein Ausflug in unwirtliche Gefilde

Es stürmt, Schneewolken ziehen vorüber. Um die 0 Grad hat es. So ist es nicht wirklich kalt. Ich entscheide mich, die Umgebung zu erkunden. Mit dem Auto ein paar Kilometer Richtung norwegische Grenze. Weit komme ich nicht. Die Strasse ist gesperrt. Man wartet auf den der Kolonne vorausfahrenden Schneepflug. Kein Wunder. Es ist eindrücklich, wie schnell die Strasse zugeweht wird. 

Ich biege ab nach Björkliden. Dem Skigebiet neben Abisko. Die Sicht ist übel. Alles weiss. Oben, unten, überall. Alle 50m hat es Stecken am Strassenrand. Man sieht nicht mal soweit. Vorsichtig fahre ich mit 10 km/h langsam hoch. Es sieht hochalpin aus als ich ankomme. 

Beim Rückweg ist die Sicht besser. Es reisst ein wenig auf. Surreal präsentiert sich die Landschaft über dem zugefrorenen See. Es ist schön. Ich fahre retour nach Abisko. Es reisst nochmals auf. So fahre ich weiter zu einer kleinen Strasse, 2km ausserhalb Abiskos's. Die zweigt gen See ab. Ich fahre runter. Und was jetzt kommt, ist einen eigenen Beitrag wert.   

Knapp unter 100 km/h

Der Winter ist wieder da und hat den Regen vertrieben. Ich bin froh, habe ich ein warmes daheim hier in der Turiststation. 

Die Wolken waren die ganze Nacht dick. Aktuell stürmt und schneit es. Bei Windspitzen bis über 90 km/h. Ziemlich unfreundlich. Das Wetter steht jeglichen Ideen für eine Fotoexkursion im Weg. Ich überlege jetzt mal, was ich heute unternehme. Wohl einen Ausflug ins Firmennetzwerk oder so. Arbeit habe ich genug. 

Herrlich geschlafen habe ich. Die Freude auf das feine Zmorgebuffet ist gross. 

Hier ein Eindruck des netten Wetters. Aufgenommen aus dem Zimmer. Blick gen Hüttendorf. Für jene, die das hier oben kennen.


Donnerstag, 13. März 2014

Polarlichter - aber nicht hier

Ich habe es vermutet, der Wetterbericht hat es bestätigt. Das Wetter ist schlecht. In der Zwischenzeit ist der Regen (!!!!!) in Schnee übergegangen. Es schneit waagrecht. Der Wind ist heftig. Kein Wunder, sieht man nichts. Für heute geniesse ich mein schönes Zimmer und werde wohl eine ruhige Nacht mit viel Schlaf geniessen können. Gespannt bin ich, ob ich überhaupt einmal Polarlichter zu sehen kriege. Als Optimist sieht meine Rechnung wie folgt aus: 4 Nächte habe ich Chancen, nehme ich den Wetterbericht, die aktuelle Version, steht die Quote auf 1.25 Nächte mit Sicht. Dazu müsste dann noch die Aktivität gross sein. Und ich wollte eigentlich Bilder mit einem klaren Himmel schiessen. Ergo tendieren die Chancen gen 0.00. Nicht wirklich viel. Aber ich nehme es sportlich. 

Angekommen!

Angekommen in Abisko und herzlich Willkommen geheissen an der Rezeption der STF Turiststation. Als Erstes gleich mal ein Upgrade des Nachtessens gebucht. 3 Gänge sind einfach besser als 1 Gang. Freue mich. Um 19.00 Uhr darf ich den Hunger stillen. 

Mein Zimmer ist eines derjenigen, die renoviert worden sind. Ganz hübsch. Mir gefällt es. Das daheim für die nächsten 4 Tage. Es liegt im selben Flügel wie dasjenige, welches wir im Herbst hatten. Einfach 1 Stock höher. Und Glück habe ich wieder: das WLAN funktioniert. Zwar quälend langsam, aber immerhin. Man muss hier Glück haben wenn man ein Zimmer mit WLAN erwischt. 

Das Wetter ist eher mies. Auf dem Weg von Kiruna hier hin hat mal kurz die Sonne hervorgeblinzelt. Bei der Ankunft hat es geregnet (!!!!!!) und gewindet. So richtig grauslich. Mal sehen, wie das weitergeht. Wird wohl wolkig bleiben. Dann kriege ich genug Schlaf. Hat ja auch Vorteile. 

Schnee liegt wenig. Und es muss gestürmt haben. Die Strassenverhältnisse sind interessant. Von nass, über sehr, sehr nass bis hin zu Pflotsch, viel Pflotsch und sogar Schnee und noch mehr Schnee (Schneeverwehungen) hat es alles. Das Fahren geht aber gut. Eher mühsam sind die kreuzenden Sattelschlepper. Da kommt jedes Mal ein Schwall Wasser und du fährst ein paar Meter im Blindflug. 

Sodeli. Der Hunger wächst. 




Auf Eis gelegt

Draussen hat es über Null. Irgendwie komisch warm. Alles tropft. Auf den Strassen braucht es einen Schnorchel.  

Fast 2 Stunden war ich im weltbekannten Eishotel in Jukkasjärvi. Absolut genial, was die dort jedes Jahr im Winter hinstellen. Drinnen war es massiv kälter als draussen. Eine richtige Kühltruhe. Ich habe meine warmen Kamikschuhe eingeweiht und hatte drum warme Füsse. Dafür sehe ich aus wie ein Trampeltier mit den grossen Stiefeln. 

Im Eishotel war relativ wenig los. Zum Glück. So habe ich in Ruhe die neue Kamera  ausprobieren können. Das Stativ leistete gute Dienste. Ich bin auf die Fotos gespannt. So ein Hotel habe ich noch nie gesehen. Wirklich eindrücklich. Geht in Ruchtung XXL-Iglu. Ein paar Fotos stelle ich später hier ins Netz. Und hier sind jetzt - die Bilder: Fotoalbum Abisko März 2014

Jetzt geht es gen Abisko. Nach einem Kaffee mit einer typisch schwedischen Zimtschnecke liegen rund 100km vor mir. Bekommen habe ich einen VW Golf Kombi. Nettes Kistchen. Fährt gut :-). 



Happy Landing

Gut geflogen, sicher gelandet. Der Winter hat mich wieder. 3cm Neuschnee. Alles weiss. Wetter trüb. Um die 0 Grad. Warte auf das Gepäck, hole das Auto und dann mal in die Stadt. Vorher aber beim Eishotel vorbei. 


Mit Gepäck

Im Vergleich zu 2013 klappt das mit dem Gepäck bis jetzt perfekt. Soeben sah ich vom Gate aus meinen Koffer unten auf dem Rollfeld vorbeifahren. Gibt ein gutes Gefühl. Vor allem weil der Fahrer den richtigen Flieger angesteuert hat. Hier sitzen jede Menge Amerikaner. Lappland ist, ich habe es gelesen, DER Hotspot für Wintertouris. Angezogen sind sie zum Teil als ginge es an den Nordpol. 

Gut geschlafen

Super geschlafen, und somit angekommen in Schweden. Hier in Stockholm zeigt sich, wie daheim, der Frühling. Um die 10 Grad und ziemlich sonnig. Und die Luft riecht harzig von den Fichten, die in den Saft kommen. Die nächsten Tage rasseln die Temperaturen wieder runter. Der Winter ist noch nah. Für mich sowieso. Bald fliege ich nach Kiruna. Dort ist es wohl noch nicht wirklich frühlingshaft. Vor allem heute und Morgen nicht. Da ist Schnee angesagt.

Hier ein kurzer Eindruck von der Hotelanlage beim Stockholmer Flughafen. Dank 3-fach Verglasung ist es im Haus schön ruhig. 


Angekommen, in der Zwischenstation

Willkommen in Afrika. Oder so. Soeben das Hotelzimmer bezogen. Im Best Western Arlanda in Märsta. Direkt beim Flughafen. Von wo es am Vormittag gen Kiruna weitergeht. 

Afrika? Weil es im Zimmer eine Klimaanlage hat. Die lief auf Hochtouren und war auf 30 Grad eingestellt. Habe eigentlich keine Sauna gebucht. Ergo Anlage stillgelegt und das Fenster geöffnet. Draussen ist es 6 Grad. Das löst das Problem schnell. 

Jetzt eine Dusche und ab ins Bett. 

Mittwoch, 12. März 2014

Es geht los!

Soeben von Köln nach Berlin geflogen um in den Flieger nach Stockholm umzusteigen. In dem ich nun sitze. Irgendwie entsprechend den Vorurteilen tranken die vielen Schweden im Flughafen vor allem Bier, Wein und härtere Sachen. Zusätzlich hat es ganze Rudel von Frauengruppen und vermutlich irgendwelchen Schulen mit Schülerinnen im Flieger. Es wird viel gekichert. Da lobe ich mir meine Kopfhörer mit Schalldämmung. 

Ich freue mich jedenfalls auf die paar Tage im Norden :-).


Freitag, 7. März 2014

Trübe Aussichten ...

Um eindrückliche Polarlichter zu sehen und sie fotografieren zu können, ist, neben einer vernünftigen Aktivität der Polarlichter, ein klarer Himmel nötig. Schaue ich auf den Wetterbericht für die Zeit, die ich Abisko sein werde, stelle ich fest: es schneit ziemlich genau 1 Woche lang. Und rate mal, wann ich in Abisko sein werde. Genau. Na ja, begeistert bin ich nicht. Trotzdem freue ich mich auf die Tage im hohen Norden. Mal schauen, was am Ende rausschaut. Wenn mir dann gar nichts mehr einfällt, kann ich immer noch für das Geschäft arbeiten :-).