Danke für eure Rückmeldungen zu den Fotos. Glücklich getroffen sage ich dazu. Das gilt für die letzte Nacht. Ich merke heute, nach der 2. Nacht draussen, die Anstrengung. Und vermutlich auch ein wenig die Anspannung, respektive nun die Entspannung. Der Wetterbericht für die vergangene Nacht war so gut, da wären fehlende Polarlichter wirklich eine Riesenenttäuschung gewesen. Die Erfahrung hat mehrmals gezeigt, wie alle Vorhersagen am Ende nicht zutreffen können. Das gilt besonders für die Polarlichtvorhersagen. Liest man drei Stück davon, hat man am Ende garantiert drei unterschiedliche Aussagen. So wie gestern. Die lokale Vorhersage in Laukvik sprach von wenig Aktivität. Die Vorhersage für Europa der Uni Alaska sprach von viel Aktivität. Dann gäbe es noch eine norwegische Vorhersage. Die las ich schon gar nicht mehr. Mein Bauchgefühl trieb mich, wie ihr sehen könnt, rechtzeitig raus und ans richtige Ort.
Heute Montag war der Himmel um 09.00 Uhr wolkenlos blau. Und seit 10.00 Uhr ist er sonnenlos grau. Der Wetterbericht meint, das bleibe nun die ganze Woche so. Mal sehen. Jedenfalls ist es mit +6 Grad sehr mild. Es taut. In der Luft liegt das typische Lofotenodeur. Die Fischgestelle sind mit
Dorsch (auch bekannt als Kabeljau) behängt. Zwar hat es weniger davon als das letzte Mal als wir hier waren. Aber es reicht für ein feines Düftchen. Das fällt bei tiefen Minustemperatuen nicht auf. Jetzt trocknen die Fische vermutlich nicht richtig. Sondern modern eher vor sich hin.
Dorsch ist eine der Lebensadern der Lofoten. Bei mir wird es heute auch davon geben. Habe mir zwei frische Stücke gekauft. Die werden am Abend in einer Tomatensauce gegart. Dazu gibt es Pasta und Gemüse. Dazu entweder einen Cider oder ein Bier von
Mack. Das ist die nördlichste Brauerei der Welt. Da waren wir im Sommer 2013. Prost.
Im Moment sitze ich im Haus und geniesse die Ruhe und Entspannung. Später werde ich sicher noch rausgehen. Eventuell joggen - wobei die Strassen wegen des Tauwetters sauglatt sind. Oder eine kleine Wanderung an unbekannte Orte von Svolvær. Langweilig wird es mir sicher nicht werden.
Ein mühsames Problem konnte ich heute lösen. Da habe ich eine 1a Loge. Die hat WLAN. Leider war der Empfang im Erdgeschoss, wo das Wohnzimmer ist, unterirdisch. Im Schlafzimmer im 1. OG ist der Empfang sehr gut. Das Ergebnis war: WLAN ja - oben im kalten Schlafzimmer. WLAN nein unten im Wohnbereich. Das kann es ja nicht sein. So habe ich das ganze Haus nach dem Router abgesucht. Fehlanzeige. Aber neben dem Haus, ca.10m weit weg, steht ein Servicehäuschen. Das hat oben eine Antenne und die Vermutung liegt nahe, dass dies das WLAN ist. Was tut der Mann? Er parkiert sein Auto an einem anderen Ort. Und siehe da, die Verbindung im EG ist nur noch übel, nicht mehr sauübel. Das Auto hat offenbar das Signal blockiert. Hilft aber immer noch nicht. Da muss nachhaltige Abhilfe her. Im Ort hat es einen Expertladen. Den besuche ich. Und was haben die? Genau: einen WLAN-Repeater. Den kaufe ich mir glatt. Ist nicht mal teuer. Die Installation geht ruckzuck. Und schon habe ich ein perfektes und stabiles WLAN in meinem Haus. Cool. Freude herrscht. Ich glaube, das war der Schüssel zum Erfolg. Jedenfalls ist der Empfang jetzt schnell und vor allem stabil.
Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.