Montag, 23. Februar 2015

von wegen Wetter

Ist es im Süden schön, ist's im Norden trüb. Und umgekehrt. Das ist das bekannte Wettersystem hier oben. Und trifft einmal mehr zu. Dumm nur, wenn man zum falschen Moment am falschen Ort ist.

Diesmal habe ich genügend Zeit für Flugverspätungen eingerechnet. Damit habe ich die knapp stündige Verspätung für den Flug von Harstad nach Oslo im Griff. Und erwische den Flieger nach Zürich - der um 16.10 Uhr abheben müsste. 

Die Hurtigrutenfreunde haben übrigens gestern in Trondheim windstilles und sonniges Wetter gehabt. Und in der Nacht vom Schiff aus sogar die ersten Polarlichter gesehen.

Adieu Harstad
Hallo Oslo


Und zum Schluss noch dies ...

... es ist kalt (- 8 Grad), alles ist frisch verschneit, die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Es ist herrlich. So behalte ich die Gegend hier oben in sonniger Erinnerung. Mit diesem Blick auf das morgendliche Harstad verabschiede ich mich gen Heimat. Übrigens: rechts beim Kran - Hurtigruten - MS Richard With. Das muss schon sein zum Schluss, ein Hurtigrutenschiff :-). 

Schön war's, auf Wiedersehen. Vielleicht mal im Oktober? Herbstliche Farben, Bergwanderungen, Polarlichter? Das ist bereits die nächste Projektidee. 

Abschiedsblick auf Harstad in der Morgensonne - rechts die MS Richard With der Hurtigruten

Faszination - wieso?

Was macht sie aus, die Faszination für den Norden und für die Polarlichter? Schwer zu sagen. Generell zieht mich der Norden seit immer schon an. Die Landschaften, das Licht, die Natur, die Leute. Das passt einfach zusammen.

Die Polarlichter? Die haben mich bereits gepackt, als ich sie erst auf Fotos gesehen hatte. Diese Farben und Formen. Etwas, das es bei uns unten nicht gibt. So habe ich dieses Phänomen in Natura sehen wollen. Plus fotografieren wollte ich es auch. Die erste gezielte Polarlichtreise startete 2013 auf die Lofoten. Mit Gabi und unseren Freunden Trudy und Jürg. Theoretisch hätten wir bereits etwas früher, auf unserer Hundeschlittentour 2012 in Nordschweden, die Chance auf eine Polarlichtsichtung gehabt. Dannzumal blieb es dunkel. Auf den Lofoten, auch in Svolvær, klappte es erstmals. Sie waren schön, sie machten Eindruck, die Lichter. Aber eines war klar: sie können stärker sein. Wie wir während unserer mehrmonatigen Reise durch Norwegen und Schweden im Sommer 2013 feststellen durften. Was wir in Abisko und Gällivare sahen, war extrem eindrücklich. Diese Vielfalt, das Pulsieren. Herrlich. Seit dem hat es mich erst recht gepackt. 

Und dieses Mal? Da hatte ich zwei Mal Glück. 20 % Ausbeute aus 10 Nächten. Nicht übel. Das entspricht dem Schnitt. Auf diesen Schnitt kommt man, wenn man die Statistiken von Leuten anschaut, die über ihre Polarlichtreisen auf Webseiten berichten. Häufig sind das Fotografen. Der Durchschnitt ist relativ tief. Denn es braucht für schöne Sichtungen einen mehr oder weniger klaren Himmel. Was halt nicht immer der Fall ist. Ideal wäre es, man könnte gezielt auf Schönwetterfenster hin anreisen. Aber eben. Der Alltag steckt einem da ein enges Umfeld. 

Noch ein Wort zu den im vorherigen Blogeintrag angesprochenen Japanern: Die haben es auf die Titelseite der Lokalzeitung geschafft. Inklusive einem zweiseitigen Bericht im Blatt. 223 Japaner kamen am Freitag hier oben an. Die SAS hat eigens einen Flug von Kopenhagen nach Evenes umgeleitet deswegen. Das Ziel der Reise? Einzig und allein Polarlichter. Japaner und Chinesen seien eine neue Zielgruppe. Ich glaube, nach langen Jahren haben die Norweger jetzt das Geschäft entdeckt. Zu Beginn wurden sie von den Europäern überrascht, die plötzlich in grosser Zahl für die Polarlichter anreisten. Haben sie die Lichter ja immer und finden sie durchaus normal. Dumm nur, geht der Zyklus der überaus aktiven Lichter bald einmal zu Ende. Dann herrscht wieder Normalzustand. Das heisst, es wird immer Polarlichter geben, einfach weniger und weniger aktive. 

So, jetzt packe ich zusammen und fahre zum Flughafen. Um 10.40 Uhr hebt mein Flieger ab. Update: das war der Plan, aktuell hat er sicher mal 50 Minuten Verspätung. Das Wetter im Süden sei sehr schlecht. Zum Glück habe ich genug Zeit für den Wechsel in Oslo eingeplant. So müsste das klappen. Nicht so wie letztes Jahr mit der Odyssee von Kiruna nach Hause.

Oslo ist die erste Station bevor es am späteren Nachmittag nach Kloten geht. Das Wetter ist gut. Fast klarer Himmel herrscht. Aber für den Nachmittag sind bereits die nächsten Wolken angekündigt. Schaue ich den Wetterbericht für die nächsten Tage an, stehen die Chancen wieder etwa bei 10 bis 20 %. Das passt.

Nerven und kaltes Blut: ein Schauermärchen aus dem Schnee

Schnee ohne Ende in Harstad. Unglaublich. Wobei: hier in der Stadt geht es noch. Kaum bin ich ein wenig in den Hügeln, wirft Frau Holle mit der grossen Schaufel Schnee hin. Von wegen klarem Himmel heute Abend. Das ist die definitive Falschprognose der Wetterfrösche gewesen. Zwischen 21.00 und 24.00 Uhr drehe ich meine Runden. Bis ich sage: fertig, ich muss schlafen - sonst kommt das am Montag mit der Heimreise nicht gut. 

ABER: in diesen drei Stunden brauche ich echt Nerven und kaltes Blut. Es braucht ja viel, bis es mir richtig unwohl wird und ich es mit den Nerven habe. Heute Nacht war es so weit. Und das kam so:

Der erste mögliche Fotostandort erwies sich als suboptimal. Zwar eine gute Stelle direkt am Wasser, aber leider viel zu hell erleuchtet. So ziehe ich weiter zur Nummer zwei. Elgsnes heisst der Standort, ganz am Ende einer Halbinsel. Total einsam. Es muss dort draussen wirklich superschön sein. Ich fahre also in diese Richtung. Bald wundere ich mich. Es geht aufwärts ohne Ende. Nicht wenig, nein, so richtig bergmässig. Dazu kommen der starke Schneefall und schlechte Sicht. Irgendwann hat es keine Strassenlampen und Häuser mehr. Dafür erfassen die Autoscheinwerfer immer mehr tief verschneite Tannen im Wald. Und es geht aufwärts. Es hat viel Schnee. Das Auto bekundet Mühe. Ich fahre weiter. Man gibt ja nicht so schnell auf. Es schneit.

Nach endlos scheinenden Kilometern wird es endlich flacher. Wo bin ich hier, wie hoch ist es? Eine Karte wäre nett. Aber die hat Mann leider nicht. Ich fahre weiter und denke: komisch, wo ist denn hier das Meer? Das muss doch irgendwo unten sein. Ich komme an einem parkierten Bus vorbei. Es leuchten Taschenlampen. Ich glaube ich spinne. Am Strassenrand stehen tief vermummte Gestalten mit in Plastiksäcken verpackten Fotokameras auf Stativen. Eine Touristengruppe auf der Jagd nach Polarlichtern. So schlecht kann es hier somit nicht sein. Es schneit wie verrückt. Die Touris sind dick verschneit. Zum Glück haben sie ein Tipi, in welchem ein Feuer brennt, sehe ich aus dem Augenwinkel. Ich fahre weiter. 

Dieser Entscheid hätte mich um ein Haar ins Verderben geritten. Die Strasse geht plötzlich steil runter. Ich kurve vorsichtig hinab. Und denke bloss: wie um Himmelswillen komme ich hier jemals wieder hoch? Mein Mietauto ist nicht gerade der Hammer mit seinen kleinen Rädchen und dem 2-Rad Antrieb. Ich vermisse meinen Volvo XC70 mit den vier Zahnrädern. Ich fahre weiter. 

Und plötzlich sage ich: Fertig lustig, umdrehen. Das kommt gar nicht gut. Denn die Strasse fällt so richtig steil runter. Und es schneit. Wie verrückt. Ich sehe kaum etwas. Drehe das Auto um und schon geht es los: Anfahren? Guter Witz. Drehen an Ort ist angesagt. Ich örgele und dank Handbremse und Fingerspitzengefühl krieche ich bald im 1. Gang den Berg wieder hoch. Kaum schalte ich, ist fertig lustig. Zu wenig Tempo für den 2. Gang. Wieder runter in den 1. Gang. Komme ich hier jemals wieder hoch? Schneeketten wären echt eine gute Sache. Nun, am Ende schaffe ich es mit Ach und Krach wieder hoch. Die Schneemonster mit Kameras stehen immer noch im Schilf. Tröstlich. Es hat immerhin Menschen in der Gegend. Aber sonst? Da ist einfach gar nichts. Kalt ist es mit -4 Grad auch. Im Auto übernachten wäre nicht wirklich gemütlich.

Ich kriege Hunger. Diese Aktion hat Nerven gekostet. Bald sehe ich wieder Strassenlampen und Häuser. Uff. Geschafft. An einer Tankstelle, die noch offen hat - oh Wunder, mampfe ich einen Hamburger in Wurstform. Egal was, Hauptsache Futter. Das tut gut. Ich gehe nochmals an Standort Nummer 1. Dabei kommt mir der Bus mit den Touris entgegen. Haben sie aufgegeben? Ja, denn es schneit immer noch wie verrückt. Schneeräumen ist angesagt, da ist um Mitternacht alles draussen was sie haben. Traktoren, Bagger, Lastwagen. 

Die Touris wohnen offenbar im Scandic-Hotel. Beim Heimfahren sehe ich die vermummten Gestalten ins Hotel schlurfen. Ich habe mein Zimmer im Thon-Hotel. Da hat es ein Rudel Japaner. Die warteten offenbar im Hafen drüben auf Polarlichter. Sie schleppen Kameras und Stative ins Hotel. Übungsabbruch auch hier.

Für mich ist ebenfalls Ende angesagt. Es schneit immer noch. Das bringt wirklich nichts mehr. Mit dem Foto meines verschneiten Autos verabschiede ich mich ins Bett. Ach ja: Elgsnes habe ich über Google nochmals genauer angeschaut. Das interessante Detail, welches mir entgangen ist: Der Weg in den Weiler führt über einen veritablen Berg. Im Sommer sicher 1a für Aussicht und zum Wandern. Aber jetzt? Eher nervenaufreibend, wenn man einfach so ins Weisse fährt. Und ja: es schneit. 

Elgsnes Bergstrecke - fast das Verderben

Es schneit, und schneit, und ...


 



 


Sonntag, 22. Februar 2015

Harstad - zum Zweiten

Abwechslungsreiche 170 km später bin ich wieder in Harstad. Das Wetter machte die Abwechslung aus. In Svolvær schien tatsächlich die Sonne. Das gab ein paar schöne Abschiedsbilder. Im weiteren Verlauf der Fahrt gab es fast alles: Schnee, Schneesturm, wenig Wind, viel Wind, Schneeverwehungen, apere Strassen. Eine bunte Mischung. Und das auf dieser kurzen Strecke. 

In Harstad kam ich gegen 15.00 Uhr an und hatte einen Bärenhunger. Die erste Station nach dem Zimmerbezug war klar. Das Restaurant unten im Hotel. Die haben nun die Zutaten für ein Clubsandwich weniger. Das tat gut. Zur Verdauung spazierte ich ein wenig durch Harstad. Mein Fazit: Die Stadt muss man nicht gesehen haben. Das Wort "Provinzort" trifft es wohl. 

Nun mache ich wohl ein kleines Schläfchen. Bin nämlich nach der kurzen Nacht ziemlich müde. Und wer weiss: es kann noch einmal eine kurze Nacht kommen. Es klart langsam auf. Hier hat es knapp 10 cm frischen Schnee hingeworfen heute.


Der Tag in Bildern

Der Abschied von ...

... Svolvær gestaltet sich nicht weiter schwierig. Das Wetter hilft aktiv mit und signalisiert klar: es gibt Orte, wo es allenfalls besser ist.

Heute um 08.30 Uhr bin ich aufgewacht. Es hat am Dach gerüttelt. Ich dachte schon: Super, das schöne Wetter ist mit dem Wind zurück. Aber hoppla. Ich schaue raus und sehe erstmal fast nichts. Es schneit wie verrückt. Waagrecht, zur Abwechslung von links. Gestern kam’s von rechts ;-). Na ja. Ich hätte mir für meine Fahrt gen Norden besseres Wetter gewünscht. So wird das ziemlich anstrengend. Aber so schnell wie das Wetter hier wechselt, kann es plötzlich schön sein. Ich fahre erst um ca. 11.00 Uhr los. Immerhin ist der Winter zurück. Schnee ist mir allemal lieber als der Regen.

Im Moment sind Freunde von uns auf der Hurtigruten unterwegs. Sie fahren mit der MS Midnatsol nordwärts. Und kommen morgen Montagabend in Svolvær an. Wir verpassen uns um genau einen Tag. Virtuell treffen wir uns aber, denn auch sie haben einen Reiseblog begonnen. Ich wünsche ihnen herzlich gut Licht - vor allem für die Polarlichter natürlich. 

Update: und um 11.00 Uhr war das Wetter doch tatsächlich besser. Um fair zu bleiben zum Wetter hier ein Eindruck davon, just bevor ich wegfuhr.



Fahrsicherheitstraining inklusiv

Uff, war das eine Heimfahrt. Die 40 km hatten es in sich. Schneegestöber, Schnee und Pflotsch auf der Fahrbahn. So viel, das Auto fand teilweise keinen Halt mehr. Wegen des vielen Regens in den letzten Tagen hat es zusätzlich grosse Pfützen auf den Strassen. Aquaplaning in Reinkultur. Vor allem dann, wenn die Pfützen im starken Schneefall schön getarnt sind. Nun, ich bin heil daheim angekommen. Und nun geht's ab in die Federn. Ob ich von Polarlichtern träumen werde?

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Rasante Wechsel, tolle Bilder

Das ist wirklich spannend hier draussen am Meer. Vorhin stieg ich kurz aus, es leuchtete nämlich wieder. Schnell ein paar Fotos schiessen, und wieder ab ins Auto. Der nächste Schneeschauer geht nieder. Das wechselt extrem schnell.

Die Lichter sind jetzt stärker. Die Bilder sind, trotz Bearbeitung, sehr wirklichkeitsnah. Auch die Spiegelung der Lichter im Meer ist real. Ich bin einmal mehr total fasziniert von diesem Anblick.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Canon EOS 6D; 24mm f/2.8 IS USM; 10 Sek.; f/2.8; ISO 800

Canon EOS 6D; 24mm f/2.8 IS USM; 6 Sek.; f/2.8; ISO 800

Samstag, 21. Februar 2015

Unglaubliche Verhältnisse herrschen

Nach 21.00 Uhr: Check des Wolken- und des Niederschlagsradars. Beide überzeugen mich, mein Material zu packen und ans Meer Richtung Laukvik zu fahren. Und was passiert unterwegs? Ich fahre fast die ganze Strecke in starkem Schneegestöber. Hätte ich nicht relativ starke Nerven, ich würde die Krise kriegen.

Umkehren ist keine Option. Durchhaltevermögen zahlt sich aus. Ich komme am Meer vorne an. Halte, und warte. Der Schnee stiebt waagrecht über das Gelände. Das darf doch nicht wahr sein. Urplötzlich hört es auf. Ich schaue aus dem Autofenster. Ist das dort über dem Meer eine helle Wolke? Komische Form hat die, denke ich. Das Kameraauge sieht mehr als das menschliche Auge. Ich halte auf die Wolke und sie entpuppt sich als Nordlicht. Wahnsinn. Vor nicht mal fünf Minuten sah ich vor lauter Schneeflocken nichts. Und jetzt das. Während 1 1/2 Stunden knipse ich Nordlichter. Die relativ schwach, aber doch sichtbar sind. Dann zieht es wieder zu. Aktuell schneit es wieder waagrecht und das Auto rüttelt im starken Wind. Es ist 23.51 Uhr. Ich warte mal ab. Vielleicht macht es nochmals auf? Die Zeit nutze ich und bearbeite auf dem Rücksitz des Autos die Fotos und schreibe den Blog :-).

Auf jeden Fall habe ich heute mehr erreicht, als ich mir ausgemalt habe. Ich freue mich. Die Pause war lang. Für Sonntagnacht sind die Voraussagen gut. Fast klar, kalt, hohe Auroraaktivität. Ich werde in Harstad sein. Und mir rechtzeitig einen Standort suchen. Ob es der sein wird, den ich mir daheim ausgesucht habe? 


Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  


Zwischen zwei Schneestürmen hat es geleuchtet!

Die Weigerung und die Veränderung

Das Wetter verweigert sich aktuell einer Besserung. Immerhin ist es weniger nass als die letzten Tage. Es graut mir aber nach wie vor, wenn ich aus dem Fenster schaue.

So habe ich es bis jetzt vermieden, einen Schritt vor die Tür zu setzen. Dafür habe ich ein Projekt abgeschlossen, welches seit langer, langer Zeit auf der Pendenzenliste stand. Nämlich ein Fotobuch zu machen. Die bildhafte Dokumentation der Wanderung von Bülach ins Lötschental. Die von 2011 bis 2014 in diversen Etappen stattgefunden hat. Die grosse Wanderung war das Abschiedsgeschenk des Vorstands des ZKS (Zürcher Kantonalverband für Sport) an seinen ehemaligen Geschäftsführer. Ich hatte das Vergnügen, diese Wanderung zu planen und durchzuführen. Die vielen schönen Fotos in gebundener Form sind sicher eine schöne Erinnerung! 

Einmal mehr: Schlechtes Wetter hat auch Vorteile - man kann dann wichtige Sachen erledigen :-). Wann habe ich daheim schon 6 Stunden Zeit, um ungestört an einem solchen Projekt zu basteln?

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Wetterzustand heute Samstag um 16.45 Uhr

Freitag, 20. Februar 2015

Hoffnung keimt (feucht genug ist es ja, damit es keimt)

Kann das sein? Der Wetterbericht lässt Hoffnung aufkommen. Aber der Reihe nach. Soeben habe ich einen aufgezeichneten Tatort Krimi geschaut und will so langsam ins Bett. Draussen windet und regnet es. Nichts Neues also. Ich prüfe kurz die Livecam in Abisko. Polarlichter am bewölkten Himmel hat es dort. Da freuen sich die Touristen garantiert. Ich mag es ihnen gönnen. Gemäss Auroravorhersage der Uni Alaska sei es heute Nacht ruhig. Die Realität sieht anders aus.

Seit zwei, drei Tagen meint der Wetterbericht, es klare am Sonntag ein wenig auf. Vor allem in der Gegend von Harstad. Dorthin fahre ich am Sonntag zurück. Und hier? Da soll das Wetter tatsächlich auch langsam besser werden. Morgen Samstag überwiegen die trockenen Phasen. Aber mit viel Bewölkung bis ungefähr Mitternacht. Ab Mitternacht gibt es, je nach Standort, die Chance auf einen klaren Himmel! Unglaublich, ich kann es fast nicht glauben. Ok, der Status ist gelb (= noch nicht ganz sicher), grün (= ganz sicher) wäre mir lieber. Nach den vielen Regentagen bin ich sogar mit Status gelb zufrieden. Vor allem sieht es an meinen favorisierten Standorten in Laukvik und Gimsøya gleich gut aus. Leute, das könnte eine lange Nacht werden von Samstag auf Sonntag. Die Auroravorhersage meint zwar, es bleibe ruhig. Wie ich heute sehe, und auch schon erlebt habe, ist diese Vorhersage sehr relativ.

Und mit dem Wetterbericht für Harstad, für die Nacht von Sonntag auf Montag, sind die Vorhersagen sehr ähnlich. Riecht gleich nochmals nach einer Nachtaktion. Da bricht schon fast Hektik aus. Die Spannung steigt. Die Vorhersager meinen alle, für diese Nacht sei die Aktivität hoch. Daumen drücken hilft sicher :-).

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  



Strichwetter auf den Lofoten

Inselfreunde kennen dieses Phänomen. Das berühmte Lofoten Strichwetter. Damit sind nicht die Bindfäden aus Regen gemeint, die wie Striche in der Landschaft hängen. Nein, das ist die tiefliegende Wolkendecke, die rund 100 m über Grund hängt, wie ein Deckel wirkt und je nach dem durchaus bedrückend sein kann. 

Strichwetter - typisch für die Lofoten
Das Wetter ist stabil schlecht bis miserabel. Heute war es insofern abwechslungreich, weil ich zwischen strömendem Regen in grossen Mengen und Schneegestöber wählen konnte. Na ja. Etwas mehr Auswahl wäre schon nicht übel. Auf der anderen Seite hilft dieses Wetter ganz klar beim Entspannen in den Ferien. Es wäre ja ein unheimlicher Stress, wenn ich bei schönstem Wetter draussen sein müsste und fotografieren könnte ;-). Sogar im nassen Wetter gibt es nette Gelegenheiten - so die Porträtaufnahme des Blogautors. Ihr seht: ich trage das nasse Wetter mit Fassung. Dafür komme ich dazu, aufgezeichnete Filme anzuschauen. Richtig gemütlich im Heimkino auf dem Sofa. Langweilig wird es mir nicht. 

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  


Der Blogautor - ausserhalb des Autos im Regen

Donnerstag, 19. Februar 2015

Vom Meer auf den Tisch

Im Coop kaufe ich gut 240 Gramm fangfrischen Dorsch für NOK 17.08 - das sind umgerechnet Fr. 2.10. Das heisst, das Kilo kostet keine Fr. 10.00. Da frage ich mich, wieviel die Fischer hier verdienen. Der Trockenfisch dagegen gehe für bis zu € 25.00 pro Kilo über den Tisch.

Heute bin ich durch die beiden Fischereibetriebe in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gegangen. Der eine Betrieb betreibt Grossfischerei. Ein Netz wiegt rund 3 Tonnen und muss riesig sein. Mit einem Kran wird es in die Waschmaschine mit der Riesentrommel gehievt. Es riecht ziemlich deftig. Am Kai liegt das grosse Fangschiff. Das, wenn ich mich recht erinnere, vor 3 Tagen das letzte Mal hier war. Vermutlich sind sie so lange draussen auf dem Meer. Jetzt werden nagelneue Netze geladen. Es wird wohl bald wieder ablegen. Der Fisch wird über grosse Röhren an Land gebracht. So etwas wie ein Megastaubsauger. 

Dorschfang in der Industrievariante
100 m von meinem Haus entfernt, steht "L. Bergs Sønner". Ein Betrieb, bei dem die Fischer mit den typischen kleinen Fischerbooten vorfahren. 2 Mann Besatzung sind die Regel (der Kapitän und eine Hilfskraft). Die Boote sind im Vergleich zum grossen Fangschiff Nussschalen. Das muss ein unglaublich harter Job sein. Auf dem rauhen Meer, in eisiger Kälte, mit dem kalten Wasser und in der Dunkelheit zu arbeiten.

Der Fisch wird in grossen Kanistern, bereits geköpft und ausgenommen, angelandet und gleich in die Weiterverarbeitung gebracht. Die Fischer stehen in der Halle drin, diskutieren und schauen zu, bis ihr Fang in den richtigen Händen ist. Sehenswert ist nur schon die Ausrüstung, die sie tragen. So dicke Stiefel habe ich noch nie gesehen. Fotos machte ich übrigens keine. Ich bin da eher zurückhaltend. Auf Youtube ist dieses Video aus genau diesem Betrieb zu finden.

Hier die traditionelle Variante mit Kleinbooten
Händler gehen ein uns aus und Teile der Ladung werden gleich weiterverkauft und abtransportiert. Wenn ich all die vielen Betriebe hier auf den Lofoten zusammenzähle, werden pro Tag Unmengen von Dorsch verarbeitet. Immerhin soll der Fischfang relativ nachhaltig sein. Die EU gibt die Fangquoten auf Basis der vorhandenen Bestände vor.

Ich für meinen Teil kaufte heute, wie eingangs erwähnt, frischen Dorsch. Ein Teil des Fangs wird getrocknet und zum berühmten Trockenfisch verarbeitet. Diese Tradition lebt. Heute wird fleissig an den Gestellen gearbeitet. Da gibt es die bekannten, giebelartigen, Modelle. Dazu die Variante Hopfengestell, da hängt der Himmel waagrecht voller Fisch. Aktuell sind diverse Trocknungsstadien zu bestaunen. Vom fast noch frischen Fisch bis zum bereits relativ gut getrockneten Modell hat man die Auswahl. 

Bescheiden ...

... ist die Beschreibung für das heutige Wetter. Grau, verhangen, aber trocken, mit 5 Grad ziemlich warm. Als Akt der Selbstverteidigung besuche ich ein Sportgeschäft und kaufe mir Grip für unter die Schuhe. Es ist wieder so was von eisig - die Gegend hier vergletschert. Welch ein Gefühl. Ich kann mich normal schnell bewegen, muss nicht dauernd gegen den Absturz kämpfen und oh Wunder, ich komme sogar wieder voran. Die Einheimischen sind häufig mit den Eisen unterwegs. Die Touristen erkennt man an den unsicheren, rudernden Bewegungen.

Grip ist wichtig hier oben
Gut ausgerüstet fahre ich kurz nach Kabelvåg. Dem Nachbarort. Einer dieser typischen kleinen Orte hier auf den Lofoten. Draussen im Hafen lässt ein Norweger seine Drohne steigen. Ich spreche ihn an um zu fragen, was er damit vor hat. Das Teil ist klein und sehr wendig. Er lässt damit seine GoPro-Kamera in die Luft gehen um Videos zu machen. Heute macht er Testflüge, da die Drohne offenbar immer schräger geflogen ist. Jetzt "steht" sie aber wieder ziemlich waagrecht in der Luft wie ich bei einem Auge zu Auge Check feststellen kann.

Und dann habe ich die spontane Idee, mich heute um den Dorsch zu kümmern. So vom Fang bis auf den Teller. Denn für Landschaftsaufnahmen ist das Wetter einfach zu grau. 

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  


Schau mir in die Augen, Kleines :-)

Mittwoch, 18. Februar 2015

Der Schuss in den Ofen

Da sieht es gegen 19.30 Uhr doch aus, als wolle der Himmel klar werden. Ich überlege ob ich raus will oder nicht. Am Ende siegt die Nervosität, ich packe mein Material zusammen, sitze ins Auto und fahre wieder auf die Insel Gimsøya. Wie ist die Lage in der Nacht? Ist der Platz wirklich so gut geeignet wie am Nachmittag gedacht? Kurz gesagt: Jein.

Es hat erstaunlich viele störende Lichtquellen. Irgendwie verstehe ich die Norweger ja. Im Winter ist es sehr dunkel, da muss man jeden Misthaufen mit starken Scheinwerfern ausleuchten. Und ein Haus ist vermutlich nur dann ein Haus, wenn es erstens an der Strasse eine helle Lampe hat und zweitens das Gebäude nach allen Regel der Kunst ausgeleuchtet wird. Sieht nett aus und bringt Licht ins dunkel. Zur Abwechslung wäre es für Polarlichtjäger schon nett, wenn sie die Dunkelheit nicht so intensiv ausleuchten würden. So entuppen sich nette Standorte vom Nachmittag als absolut ungeeignet für die Nacht. Wie befürchtet sind es wieder die Küstenlinien, die leuchtend stören. Reto: es gibt schon Standorte, aber es braucht ein wenig Geduld. Oftmals kann man das Auto nirgends hinstellen. Die Parkbuchten sind selten freigeräumt. Auf's Geratewohl an den Rand fahren ist heikel. Da kann man locker sein Auto versenken. Notfalls bleibt man mitten auf der Strasse stehen. Es hat so wenig Verkehr, da klappt sogar das.

Eines ist an dieser Insel speziell. Fährt man rechts rum, landet man wieder am Ausgangspunkt. Fährt man linksrum, landet man ebenfalls wieder am Ausgangsort. Die Insel ist perfekt geeignet für Menschen mit schlechtem Orientierungssinn. Da kannst du dich unmöglich verfahren.

Am Ende habe ich einen Platz. Bloss macht das Wetter nicht mit. Es bläst stark. Schneeschwaden wirbeln durch die Landschaft und am Ende sitze ich in einem netten Schneesturm. Das ist durchaus schön. Aber nicht das, was ich gesucht habe. So fahre ich zurück ins warme Daheim. Zum Teil im ersten Gang und Schritttempo. Rundherum ist alles weiss, die Sicht fehlt. Man sieht nicht mal mehr die Stangen am Strassenrand. Dieser Blogeintrag zeigt: Ich bin wohlbehalten zurückgekommen.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Lofoten - Winterstimmung par excellence

Sturm- und Niederschlagswarnung war gestern. Offenbar hat das Wetter den Wetterbericht nicht gelesen. Es ist erstaunlich hell heute. Genau 0 Grad. In der Nacht hat es nicht mehr geregnet sondern etwas geschneit. Die Landschaft ist wieder winterlich. Die Strassenverhältnisse sind interessant. Eine Eisbahn ist nichts dagegen. Zum Glück habe ich Pneus mit Spikes. Einfach immer früh genug bremsen heisst die Devise. Denn der Bremsweg entspricht in etwa dem eines Panzers - er ist endlos lang. Im Schnitt haben es die Autofahrer im Griff. Kein Wunder, das sind die typischen Winterverhältnisse hier oben. Und Touristen auf Rädern hat es ziemlich wenig. Wobei: das obligatorische Wohnmobil mit Nummernschild aus Deutschland und zwei Velos hinten dran sah ich heute durchaus. Genau 1 x.

Da das Wetter besser ist als gedacht, verlasse ich am Morgen meine Insel und fahre rund 50 km nach Gimsøya. Das ist die Nachbarinsel in Richtung Å. Dort wollte ich sowieso schon lange mal hin. Die Insel hat einen langen Strand der nach Norden gen Atlantik ausgerichtet ist. So kommen die Wellen mehr oder weniger gerade auf das Festland zu. Und die Idee war nicht falsch. Es ist herrlich. Wer melancholische Winterstimmungen in menschenleeren Gegenden mag, ist hier richtig. Vor dem Meer durchfahre ich eine grosse Ebene, wo es kein Haus hat. Erst vorne am Ufer hat es ein paar Weiler. Hier am Wasser kann ich nachvollziehen, wieso die Lofoten im Winter bei Surfern beliebt sind. Sandstrände, Wellen, Einsamkeit. Das war übrigens kein Witz: auf den Lofoten wird im Winter häufig gesurft. Bei 4 Grad Wassertemperatur nichts für Warmduscher. Heute war aber niemand am Strand.

Ich staune nicht schlecht, als ich einen kleinen Lebensmittelladen entdecke. Dort sitzen drei Nasen hinter der Scheibe. Als ich mit dem Auto parkiere und aussteige werde ich beglotzt wie ein Marsmensch. Ein Gefühl wie in einem Roadmovie, wenn ein Typ irgenwo im Busch draussen in einen Tankstellenladen kommt wo seit Jahre keiner mehr war. Oder so. Egal, Hauptsache ich bekomme etwas zu Essen. Und das klappt. Habe nämlich mein Futter daheim vergessen. Die 0 Grad Aussentemperatur werden begleitet vom einem zügigen Wind. Da braucht es Brennmaterial im Magen.

Kollege Reto hat sich diesen Platz ausgeguckt um Polarlichter zu fotografieren. Ich rekognosziere für ihn und stelle fest: der Ort passt. Am Meeresufer hat man freie Sicht ins Nirwana. Störende Lichter sollte es keine haben, respektive man kann die mit geschickter Standortwahl umgehen. Auch Strom- und Telefonleitungen zerstören einem die Fotos nicht. Und wer will, findet sogar den einen oder anderen pittoresken Schuppen als Vordergrund.

Der Golfplatz ist hier übrigens besonders erwähnenswert. Da zahlt man vermutlich keine "Greenfee" - sondern eher eine "Stonefee". Ob es da im Sommer grüne Stellen hat? Der Platz liegt mitten in den Steinen. Hier die Sicht auf Loch 5 (Bildmitte). Eines muss man dem Platz lassen: Die Lage ist der Hammer.

Golfplatz Gimsøya - Loch 5 - die gelbe Flagge in der Bildmitte


Es zieht wieder zu, die Wolken hängen tief und es jagen Schneeschauer durch die Gegend. Ob ich heute Nacht nochmals auf die Insel an den Strand fahre? Wieso eigentlich nicht? Es ist ja nicht weit. Und wer weiss, vielleicht reisst die Wolkendecke nochmals auf? Heute Nachmittag war die Sicht durchaus passabel.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Wintertraum Lofoten - Insel Gimsøya








Schreibstube

Ergonomische Texte? Genau, wenn der Blogger seine Schreibstube ergonomisch korrekt einrichtet, hat er am Ende keine Verspannung im Schulterbereich :-). So sieht die Installation aus. Voll angenehm so ein Stehtpult, und einer der Nachttische hat damit einen sinnvollen Verwendungszweck gefunden.  

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  


Blick in die Schreibstube des Bloggers. Svolvær, Svinoya Rorbuer, No 57.

Dienstag, 17. Februar 2015

Weltmeisterschaft im Dorschfischen - und weitere frische Fischnews

Das Mekka des Kabeljaus - das ist hier Ende März zutreffend. Wenn hier in Svolvær die WM stattfindet. Der Artikel in der FAZ ist lesenswert. Und gibt einen Einblick ins Leben hier oben. Die Stadt hat knapp 4'500 Einwohner. Im Winter versammeln sich, wie Wikipedia sagt, bis zu 3'000 Fischer hier oben um Dorsch zu fangen. Gerade eben, währenddem ich diesen Beitrag schreibe, fährt ein Riesenfangschiff langsam vorbei. Schaue ich aus dem Haus, sehe ich links einen grossen, fischverarbeitenden Betrieb, und rechts auch. Gehe ich 10 Minuten zu Fuss weiter, stehe ich im nächsten Gelände eines solchen Betriebs. Und das nur schon hier, im Umkreis von 15 Fussminuten.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Trocken ist es anderswo - Waschtag mit Tumbler

Neben einer Sturmwarnung gibt es jetzt zusätzlich eine Ankündigung, die gröbere Niederschläge verspricht. Je roter je nasser - das sagen Grafik und Text. Die Lofoten liegen - genau - unter der roten Farbe. Das sieht mir nach Waschtag aus. Am Mittwochmittag soll es loslegen, die grossen Mengen folgen am Donnerstag. Trocken ist es übrigens unten rechts - im grauen Bereich. Ansonsten ist das eine Niederschlagsfront die es in sich hat. Maximal sind 11 mm angesagt. 1 mm Niederschlag ist 1 Liter pro Quadratmeter. Somit erwarten wir hier 11 Liter pro Quadratmeter. 5 Liter in der Stunde finde ich üppig. Ich bin gespannt. Die Elemente hier draussen auf den Inseln zu erleben ist spannend.



Svolvær - wenn es schifft und stürmt

Es ist ziemlich garstig hier. Stürmischer Wind treibt zuerst Schneeflocken durch die Luft. Später regnet es. Das Meer ist unruhig. Die Böen erreichen ungefähr Windstärke 8 (ca. 60 km/h). Aktuell bläst es gerade wieder heftig, der Wind dreht offenbar langsam. Zuerst Südwind, jetzt eher aus Osten. Die Stimmungen haben auch ihren Reiz und gefallen mir. Wenigstens kein Flachwetter. Morgen früh soll es bis gegen Mittag besser sein. Ich stelle mein Programm entsprechend ein. Früh aufstehen und ab ans Meer ist der Plan. Sturmstimmung am offenen Meer müsste schön sein. Heute Nacht muss ich nicht raus. Bei der Sicht sehe ich ja nicht mal die Berge hier gegenüber.

Das Tauwetter führt zu Pflotsch ohne Ende. Als ich zu Fuss in die Stadt gehe, wären Gummistiefel nützlich. Gekonntes Umkurven aller Pfützen ist die Herausforderung. Da die Trottoirs im Winter nicht geräumt werden, treffen sich Verkehr und Fussgänger auf der Strasse. Glücklicherweise sind die Autofahrer rücksichtsvoll. Sonst würde man ziemlich kalt gewaschen. 

Der Einkauf ist schnell erledigt. Fangfrischer Dorsch. Der wird sich auf Gemüse legen und langsam garen. Ich freue mich jetzt schon auf mein Nachtessen. 

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Svolvær bei trübem Wetter - hat auch seinen Reiz

So kann es auch sein: Blick auf Svolvær, im Vordergrund der berühmte Svolværgeita


Sanitär mit Bratpfanne

Gedacht habe ich es gestern schon. Mit dem Wetterbericht wird das heute wettermässig aktiv. Und so ist es. Als ich am Morgen vorsichtig nach draussen linse, ist es trüb und verhangen. Ich nutze die Möglichkeit und tauche nochmals in den Schlaf. Bis 10.30 Uhr. Herrlich. Das sind Ferien! 

Im Bad eine kleine Panne. Der Stöpsel im Lavabo schliesst sich und lässt sich nicht mehr öffnen. Die Hebemechanik ist für die Füchse. So schöpfe ich zuerst das Lavabo leer. Dann schraube ich unten den Abfluss weg und entferne den Stöpsel rektal. Das klappt. Alles wieder zusammenschrauben und das Problem ist gelöst. 

Ab in die Küche wo das nächste Projekt wartet. Das hier unten ist keine Aufnahme von Mondkratern. Nein, das ist ein Porträt der Bratpfanne. Da hat jemand gröber gewerkt. Jedenfalls löst sich die Beschichtung in Form von kleinen Kunststoffstücken. Vermutlich nicht so gesund. 

In Auflösung begriffene Bratpfanne
Ich gehe zur Rezeption und gebe die Pfanne ab. Kaum zurück im Haus fährt schon das Servicemobil vor. Die Dame überreicht mir eine andere Bratpfanne die besser im Stand ist. Perfekt. So gibt es heute zum Zmorge Spiegeleier. Dazu feinen Orangen-Apfel-Fruchtsalat und frische Brötchen mit Brombeerkonfi. Ihr seht, die kulinarische Seite habe ich nicht vergessen. Bloss noch nicht verbloggt ;-). 

Es sieht nach einem gemütlichen Tag im Haus aus. Draussen schneit und windet es. Die Sicht ist schlecht. Man sieht nicht mal die Berge hinter Svolvær. Einkaufen gehe ich sicher noch. Und hoffentlich joggen. Das ging gestern nicht. Die Strassen waren so was von glatt. Da bin ich sogar mit dem Bergschuhen mehrmals nur knapp nicht hingefallen. Der Grip müsste heute besser sein, dank dem Pflotsch den es hinwirft.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier.  

Schmuddelwetter durch das Wohnzimmerfenster betrachtet

Montag, 16. Februar 2015

Mal so um die Ecke geschaut

Es blieb trüb heute. Deshalb reizte es mich am Ende gar nicht wirklich, nach draussen zu gehen. Am Ende lugte ich mal so quasi ums Eck. Eine kurze Fahrt nach Henningsvær war das Ergebnis. Im Gegensatz zum Sommer ist hier wirklich nichts los. Trotzdem war es schön, mal wieder vorbeizuschauen. Und noch ein paar Bilder zu schiessen. 

Auf dem Weg ins Dorf sah ich eine ganz spezielle Anordnung von Verkehrsschildern. Man stelle sich vor: 80-er Schild und nach 50m kommt die Kreuzung. Von der man OHNE Vortritt auf die E10 einbiegt. Sportlich, wie man da um die Kurve sliden muss wenn man auf 80 beschleunigen würde. Wobei: so wie die Einheimischen jetzt, wenn keine Touristen die Strassen blockieren, fahren, wäre das nicht mal so verfehlt. Die brettern locker mit 120 Sachen über die zum Teil noch schnee- oder schneematschbedeckte Strasse. Ich hatte selber 100 km/h drauf und wurde x-Mal überholt. 

Abends traf ich noch Meister Reinecke. Als ich Svolvær in der Abenddämmerung fotografierte, hatte ich die ganze Zeit füchsische Begleitung. Leider war das Licht für eine gute Aufnahme zu schlecht. Der Fuchs begleitete mich im Abstand von rund 5m mehrere Minuten lang und gab Laute von sich. Leider verstehe ich kein fuchsianisch, und er wohl auch kein Schweizerdeutsch. So trennten wir uns wieder und jeder ging seiner Wege. 

Als nächstes werde ich mit dem Dorsch beschäftigen und mir mein Nachtessen zubereiten. Ich habe Hunger. Die Herausforderung: Cider, Bier, Wasser? Denn wenn ich nochmals raus muss, Polarlicht als Stichwort, ist Alkohol tabu. Die Promillegrenze ist hier oben so tief, da reicht schon das Denken an Alkohol.  

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier. 



oben links: Sicht gen Henningsvær / oben rechts: in Henningsvær / unten links: Svolvær
"Körniger" Fuchs - es war schlicht zu dunkel


Glücklich getroffen

Danke für eure Rückmeldungen zu den Fotos. Glücklich getroffen sage ich dazu. Das gilt für die letzte Nacht. Ich merke heute, nach der 2. Nacht draussen, die Anstrengung. Und vermutlich auch ein wenig die Anspannung, respektive nun die Entspannung. Der Wetterbericht für die vergangene Nacht war so gut, da wären fehlende Polarlichter wirklich eine Riesenenttäuschung gewesen. Die Erfahrung hat mehrmals gezeigt, wie alle Vorhersagen am Ende nicht zutreffen können. Das gilt besonders für die Polarlichtvorhersagen. Liest man drei Stück davon, hat man am Ende garantiert drei unterschiedliche Aussagen. So wie gestern. Die lokale Vorhersage in Laukvik sprach von wenig Aktivität. Die Vorhersage für Europa der Uni Alaska sprach von viel Aktivität. Dann gäbe es noch eine norwegische Vorhersage. Die las ich schon gar nicht mehr. Mein Bauchgefühl trieb mich, wie ihr sehen könnt, rechtzeitig raus und ans richtige Ort.

Heute Montag war der Himmel um 09.00 Uhr wolkenlos blau. Und seit 10.00 Uhr ist er sonnenlos grau. Der Wetterbericht meint, das bleibe nun die ganze Woche so. Mal sehen. Jedenfalls ist es mit +6 Grad sehr mild. Es taut. In der Luft liegt das typische Lofotenodeur. Die Fischgestelle sind mit Dorsch (auch bekannt als Kabeljau) behängt. Zwar hat es weniger davon als das letzte Mal als wir hier waren. Aber es reicht für ein feines Düftchen. Das fällt bei tiefen Minustemperatuen nicht auf. Jetzt trocknen die Fische vermutlich nicht richtig. Sondern modern eher vor sich hin.

Dorsch ist eine der Lebensadern der Lofoten. Bei mir wird es heute auch davon geben. Habe mir zwei frische Stücke gekauft. Die werden am Abend in einer Tomatensauce gegart. Dazu gibt es Pasta und Gemüse. Dazu entweder einen Cider oder ein Bier von Mack. Das ist die nördlichste Brauerei der Welt. Da waren wir im Sommer 2013. Prost.

Im Moment sitze ich im Haus und geniesse die Ruhe und Entspannung. Später werde ich sicher noch rausgehen. Eventuell joggen - wobei die Strassen wegen des Tauwetters sauglatt sind. Oder eine kleine Wanderung an unbekannte Orte von Svolvær. Langweilig wird es mir sicher nicht werden.

Ein mühsames Problem konnte ich heute lösen. Da habe ich eine 1a Loge. Die hat WLAN. Leider war der Empfang im Erdgeschoss, wo das Wohnzimmer ist, unterirdisch. Im Schlafzimmer im 1. OG ist der Empfang sehr gut. Das Ergebnis war: WLAN ja - oben im kalten Schlafzimmer. WLAN nein unten im Wohnbereich. Das kann es ja nicht sein. So habe ich das ganze Haus nach dem Router abgesucht. Fehlanzeige. Aber neben dem Haus, ca.10m weit weg, steht ein Servicehäuschen. Das hat oben eine Antenne und die Vermutung liegt nahe, dass dies das WLAN ist. Was tut der Mann? Er parkiert sein Auto an einem anderen Ort. Und siehe da, die Verbindung im EG ist nur noch übel, nicht mehr sauübel. Das Auto hat offenbar das Signal blockiert. Hilft aber immer noch nicht. Da muss nachhaltige Abhilfe her. Im Ort hat es einen Expertladen. Den besuche ich. Und was haben die? Genau: einen WLAN-Repeater. Den kaufe ich mir glatt. Ist nicht mal teuer. Die Installation geht ruckzuck. Und schon habe ich ein perfektes und stabiles WLAN in meinem Haus. Cool. Freude herrscht. Ich glaube, das war der Schüssel zum Erfolg. Jedenfalls ist der Empfang jetzt schnell und vor allem stabil.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier. 




Die 2. Nacht - Teilchensturm - unerwarteter Besuch

Klarer Himmel, Sterne, gemäss Vorhersage relativ hohe Aktivität für Polarlichter (Stufe 4). Das die Lage am Sonntagabend. Ich war entsprechend nervös. Klappt es nun endlich mit guten Bildern? Ich erinnere an 2014, wo ich in Abisko einige Tage lang in die Röhre schaute und den Schneesturm "genoss". Die neue Kamera und vor allem das 14mm Weitwinkelobjektiv konnten ihre Stärken nie zeigen.

Gegen 19.30 Uhr breche ich auf. Es hält mich nichts mehr im Haus. Mit dem Auto fahre ich gen Laukvik. An meinen Standort. Der ist einige Kilometer weiter weg an der Küste. Wo ich frei nach dem Motto "Bei Dunkelheit betrachtet" gröbere Lichtverschmutzung am weit gegenüberliegenden Ufer feststelle. Das geht fast gar nicht. Die Freude hält sich in engen Grenzen. Es zeigt sich einmal mehr: Rekognoszieren mit 1:1 denselben Bedingungen die man antreffen will ist zwingend. Von wegen menschenleerer Gegend ohne Licht. Beim Fotografieren von Polarlichtern stören grössere Lichtquellen wie Dörfer ungemein. Ich schiesse ein paar Aufnahmen, spekuliere auf länger anhalten Polarlichtaktivität, packe zusammen und suche mir einen neuen Ort. Den finde ich. Eine Nebenstrasse ins Juhee rettet mich. Ich fahre der Strasse nach und es wird sofort dunkel. Alle störenden Lichter werden durch Hügel, Steine und Buschwerk ferngehalten. Super. Verkehrmässig ist nichts los. Am Ende bin ich fast 2 Stunden schlicht allein. Jedenfalls fast. Aber dazu später mehr.

Der Aufbau der Kamera ist schnell erledigt. Übung macht den Meister. Dann geht es los. Die Temperatur ist mit +6 Grad ziemlich ok. Der Wind bläst aber stark. So verpacke ich mich dick. Eine gute Idee. Ich halte es sehr gut aus und friere nicht. Bild um Bild banne ich auf die Speicherkarte. Die Lichter sind ziemlich aktiv. Pulsierend bewegen sie sich über den Himmel. Ich bin fasziniert. Herrlich. Manchmal schaue ich minutenlang einfach zu. Ohne zu Fotografieren. Der Himmel ist breit bedeckt mit den Lichtern. Die fast nie aufhören. Fast 2 Stunden lang läuft das Programm. So ein Glück! Endlich hat es geklappt. Denn die nächsten Tage soll es eher schlechtes Wetter sein mit Regen und Schnee.

Nach einiger Zeit wechsle ich meinen Standort und fahre im Schritttempo etwas weiter. Plötzlich huscht etwas über die Strasse. Das muss ein Tier sein. Zuerst denke ich an einen Hirsch. Aber hat es das hier? Dann spaziert wieder so ein Viech über die Strasse. Ich erkenne: es sind Elche. Drei Stück, eine Kuh mit ihren beiden Jungen. Sie sind wohl etwa so verdutzt wie ich. Bleiben stehen und beglotzen mich, und ich sie. Wir stehen sicher 5 Minuten da und bestaunen uns gegenseitig. Das wäre der Hammer: Polarlichter mit Elchen im Vordergrund. Davon habe ich schon einmal geträumt. Sie denken wohl, sie seien nicht fotogen und machen sich davon als ich aussteige. Wobei: zuerst kommt ein Jungtier noch etwas näher. 10m beträgt der Abstand höchstens. Ich bin mir nicht sicher, ob die Elche Menschen in Blechkonserven toll finden. Die nächsten paar Minuten linse ich immer wieder über die Schulter zurück beim Fotografieren. Unangemeldeter Besuch wäre wohl nicht so angenehm. Die Elche lassen sich nicht mehr blicken. So knipse ich weiter. Polarlichter, wegen denen bin ich hier. Die Elche lasse ich sein. Es ist eh zu dunkel.

Bereits im Auto kopiere ich die ersten Aufnahmen auf den Mac. Qualitätskontrolle ist angesagt. Ich will sicher sein, dass alles passt. Nicht auszudenken, wenn die Fotos wegen einer Falscheinstellung schlecht werden würden. Schnell stelle ich fest: es passt. Meine neuen Einstellungen für die Polarlichtfotografie bewähren sich. Die Kamera und das Objektiv tragen ihren Teil dazu bei. Mir gefallen die Bilder. Sie sind natürlich mit Lightroom bearbeitet. Die Kamera sieht mehr als menschliche Auge zu erfassen vermag. Das ist bekannt. Um 02.30 Uhr bin ich mit der Arbeit fertig. Nach dem langen, intensiven Tag bin ich sehr müde und werde nach einer Dusche sicher tief und fest schlafen. Sicherlich bis gegen 09.00 Uhr.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier. 

Und drei ausgewählte Aufnahmen vom Polarlichtabend gibt es hier.

Für Insider: das ist der Matmora - dank 14mm Weitwinkel aus einer speziellen Perspektive







Sonntag, 15. Februar 2015

Trüber Anfang - sonniges Ende - Traumbilder

Der heutige Tag begann trüb. Die Wolkendecke war ziemlich dicht,  hatte aber gen Festland Löcher. Die Temperatur stieg über Nacht auf +4 Grad. Wobei das relativ ist. Denn dafür stürmte es den ganzen Tag. So war es trotzdem sehr frostig draussen.

Digermulen war mein heutiges Ziel. Das ist ein Ort, den vor allem Deutsche kennen. Denn er ist mit Geschichte verbunden. Für mich war das heute einfach eine Ansammlung von Häusern. Am bereits gestern beschriebenen Raftsund. Sehr schön gelegen.

Ich packte sogar die Schneeschuhe ins Auto. Die Idee mit der Schneeschuhtour auf den Digermulkollen (oder auch Kaiserbarden) liess ich am Ende sein. Es windete zu fest. Die Berggipfel hatten mächtige Schneefahnen. Schon unten am Meer hatte ich teilweise Mühe, festen Stand für ein Foto zu finden. Der Wind rüttelte an mir.

Die winterlichen Lofoten und angrenzenden Inseln sind bei diesem Wetter pittoresk und wunderschön. Am Nachmittag klarte das Wetter auf. Auf dem Rückweg fuhr ich einmal mehr aussen rum. Alles dem Meer entlang Richtung Laukvik. Ich rekognoszierte meine Polarlichtstellen. Die passen wirklich. Dürften aber sehr, sehr windig sein. Dafür ist der Himmel gen Norden frei und störende Lichtquellen sind nur Minimal vorhanden. Ich werde heute Abend dort rausfahren. Direkt am Meer habe ich den Eindruck, dass der Himmel freier ist. An den Gipfel hängen eher Wolken.

Wie schon im Sommer 2013 (dannzumal spätnachts auf der Rückfahrt von Abisko) erwischte ich um gut 15.00 Uhr den Sonnenuntergang. Die Stimmungen waren himmlisch schön. Ich freue mich über einige Fotos die auch aus Patagonien stammen könnten.

Jetzt bin ich in Svolvær im Haus und mit den letzten Vorbereitungen für die nächtliche Lichterjagd beschäftigt. Mehr dazu dann im Bericht zur 2. Nacht. 


Das Bilderbuch der Reise findest du hier. 


Tageseindrücke von den Lofoten - traumhaft war es

Die 1. Nacht

Auf Svinøya, der kleinen Insel vor Svolvær, habe ich nach der Ankunft mit der Hurtigruten mein Haus bezogen. Das Wort "Haus" ist entscheidend. Ich bin zum ersten Mal in einem der neuen Häuser unten, direkt am Wasser. Und komme mit dem Zählen der Betten kaum nach. 8 Personen können hier drin problemlos schlafen. 3 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, eine grosse Küche und ein schönes Wohn- und Esszimmer. Auch Wifi soll es haben. Das ist ziemlich relativ. Ein Netz hat es, eine Verbindung gibt es aber nur ganz kurz. Dann ist Sendepause. Mühsam. Gebucht habe ich übrigens ein Rorbuer für 1 Person - und keine Villa. Eingeräumt habe ich zügig, und eingekauft auf dem Weg zum Haus vorher im Coop vorne im Ort. Es hat -8 Grad.

Nach dem Nachtessen mache ich mein Material bereit, ziehe mich warm an und beobachte den Himmel aus dem Wohnzimmer. Das hat direkt zum Svolværgeita grosse Fenster. Dumm ist bloss: es tut sich nichts. Gegen 22.45 Uhr sitze ich ins Auto. Ich will mal hinter den Berg um zu sehen, ob der auf der Karte festgelegte Fotostandort funktionieren würde. Kaum bin ich draussen, bemerke ich den neuen Gast. Einen starken Wind. Es ist wärmer geworden, -3 Grad. Und es bläst ziemlich heftig. Schnee wirbelt durch die Luft.

Die Fahrt führt mich rund 40 km gen Laukvik. Auf dem Weg erlebe ich Temperaturwunder. Dort wo der Wind stark bäst, hat es ca. -2 Grad. Dort wo der Wind noch nicht hinkommt, fällt das Quecksilber bis -11 Grad. Und das im Abstand von 1 bis 2 km. Krass. Fotografieren würde gut gehen. Die Schwierigkeit ist eher, das Auto irgendwo abzustellen. Alle Parkbuchten, die im Sommer zur Verfügung stehen, sind nicht zugänglich. Zugeschneit. Fertig. Das Problem löst sich schnell. Der Himmel bleibt ruhig. Das fängt ja gut an ... 

Um 00.30 Uhr bin ich zurück, trinke heissen Tee und warte noch ein wenig ab. Man weiss nie. Vielleicht geht noch etwas?

Noch ein Wort zu den Fotos vom Samstag: Die werden folgen - zuerst muss ich ein WLAN finden um die schönen Bilder hochzuladen. Was in der Zwischenzeit gelungen ist. Im 1. OG ist der Empfang sehr gut.

Das Bilderbuch der Reise findest du hier.


Fahrt in der Abenddämmerung mit der Hurtigruten durch den Raftsund