Sonntag, 16. März 2014

Ansitzen

Wie bei der Jagd. Und wie gewohnt bei den lieben Polarlichtern ist Geduld gefragt. Gegen 20:30 Uhr rücke ich aus. Es schneit in Abisko. Durch die Wolken sieht man, erstmals seit zwei Tagen, schemenhaft den Vollmond. Sooo dick sind die Wolken also nicht. 

Ich fahre zu "meiner"' Hütte. -10 Grad ist es. Spürbar frischer als auch schon. Die Hütte ist leer. Ich lege mein Material ab und stelle die Kerzen auf. Der Nebeneffekt: sie geben Wärme ab. In der Hütte ist es jetzt 0 Grad. Klar angenehmer zum Warten als draussen. Immerhin ist es windstill. 

Der Himmel über mir zeigt ein Loch in den Wolken. Ich sehe Sterne. Aber leider keinerlei Aktivität der Polarlichter. So warte ich ab. Trinke heissen Tee und hoffe. Es ist 22.45 Uhr.

23.00 Uhr. Es schneit wieder. Ich packe zusammen. Draussen sind es -13 Grad. Nach rund 1 Stunde bin ich wieder in Abisko. Der Himmel ist mehrheitlich aufgeklart. Bloss: Polarlichter sind keine zu sehen. Kein Mux, kein gar nichts. Sicherheitshalber fahre ich noch ein wenig Richtung Norwegen. Seit heute Abend ist die Strasse wieder offen. Konvoi fahren muss man nicht mehr. Aber auch hier hinten ist Fehlanzeige. Tja. Umdrehen und zurückfahren ist angesagt. Ich gehe ins Bett. Es ist 01.05 Uhr. 

Draussen wartet ein Paar offenbar ebenfalls auf die Erleuchtung. Bald gehen sie rein. Es ist fast klar. Aber bibbernd kalt. 

Ich lasse den Vorhang offen. Man weiss ja nie ...


Sternenhimmel bei -13 Grad; ohne Polarlichter leider