Montag, 16. Februar 2015

Die 2. Nacht - Teilchensturm - unerwarteter Besuch

Klarer Himmel, Sterne, gemäss Vorhersage relativ hohe Aktivität für Polarlichter (Stufe 4). Das die Lage am Sonntagabend. Ich war entsprechend nervös. Klappt es nun endlich mit guten Bildern? Ich erinnere an 2014, wo ich in Abisko einige Tage lang in die Röhre schaute und den Schneesturm "genoss". Die neue Kamera und vor allem das 14mm Weitwinkelobjektiv konnten ihre Stärken nie zeigen.

Gegen 19.30 Uhr breche ich auf. Es hält mich nichts mehr im Haus. Mit dem Auto fahre ich gen Laukvik. An meinen Standort. Der ist einige Kilometer weiter weg an der Küste. Wo ich frei nach dem Motto "Bei Dunkelheit betrachtet" gröbere Lichtverschmutzung am weit gegenüberliegenden Ufer feststelle. Das geht fast gar nicht. Die Freude hält sich in engen Grenzen. Es zeigt sich einmal mehr: Rekognoszieren mit 1:1 denselben Bedingungen die man antreffen will ist zwingend. Von wegen menschenleerer Gegend ohne Licht. Beim Fotografieren von Polarlichtern stören grössere Lichtquellen wie Dörfer ungemein. Ich schiesse ein paar Aufnahmen, spekuliere auf länger anhalten Polarlichtaktivität, packe zusammen und suche mir einen neuen Ort. Den finde ich. Eine Nebenstrasse ins Juhee rettet mich. Ich fahre der Strasse nach und es wird sofort dunkel. Alle störenden Lichter werden durch Hügel, Steine und Buschwerk ferngehalten. Super. Verkehrmässig ist nichts los. Am Ende bin ich fast 2 Stunden schlicht allein. Jedenfalls fast. Aber dazu später mehr.

Der Aufbau der Kamera ist schnell erledigt. Übung macht den Meister. Dann geht es los. Die Temperatur ist mit +6 Grad ziemlich ok. Der Wind bläst aber stark. So verpacke ich mich dick. Eine gute Idee. Ich halte es sehr gut aus und friere nicht. Bild um Bild banne ich auf die Speicherkarte. Die Lichter sind ziemlich aktiv. Pulsierend bewegen sie sich über den Himmel. Ich bin fasziniert. Herrlich. Manchmal schaue ich minutenlang einfach zu. Ohne zu Fotografieren. Der Himmel ist breit bedeckt mit den Lichtern. Die fast nie aufhören. Fast 2 Stunden lang läuft das Programm. So ein Glück! Endlich hat es geklappt. Denn die nächsten Tage soll es eher schlechtes Wetter sein mit Regen und Schnee.

Nach einiger Zeit wechsle ich meinen Standort und fahre im Schritttempo etwas weiter. Plötzlich huscht etwas über die Strasse. Das muss ein Tier sein. Zuerst denke ich an einen Hirsch. Aber hat es das hier? Dann spaziert wieder so ein Viech über die Strasse. Ich erkenne: es sind Elche. Drei Stück, eine Kuh mit ihren beiden Jungen. Sie sind wohl etwa so verdutzt wie ich. Bleiben stehen und beglotzen mich, und ich sie. Wir stehen sicher 5 Minuten da und bestaunen uns gegenseitig. Das wäre der Hammer: Polarlichter mit Elchen im Vordergrund. Davon habe ich schon einmal geträumt. Sie denken wohl, sie seien nicht fotogen und machen sich davon als ich aussteige. Wobei: zuerst kommt ein Jungtier noch etwas näher. 10m beträgt der Abstand höchstens. Ich bin mir nicht sicher, ob die Elche Menschen in Blechkonserven toll finden. Die nächsten paar Minuten linse ich immer wieder über die Schulter zurück beim Fotografieren. Unangemeldeter Besuch wäre wohl nicht so angenehm. Die Elche lassen sich nicht mehr blicken. So knipse ich weiter. Polarlichter, wegen denen bin ich hier. Die Elche lasse ich sein. Es ist eh zu dunkel.

Bereits im Auto kopiere ich die ersten Aufnahmen auf den Mac. Qualitätskontrolle ist angesagt. Ich will sicher sein, dass alles passt. Nicht auszudenken, wenn die Fotos wegen einer Falscheinstellung schlecht werden würden. Schnell stelle ich fest: es passt. Meine neuen Einstellungen für die Polarlichtfotografie bewähren sich. Die Kamera und das Objektiv tragen ihren Teil dazu bei. Mir gefallen die Bilder. Sie sind natürlich mit Lightroom bearbeitet. Die Kamera sieht mehr als menschliche Auge zu erfassen vermag. Das ist bekannt. Um 02.30 Uhr bin ich mit der Arbeit fertig. Nach dem langen, intensiven Tag bin ich sehr müde und werde nach einer Dusche sicher tief und fest schlafen. Sicherlich bis gegen 09.00 Uhr.

Das Bilderbuch der Reise findet ihr hier. 

Und drei ausgewählte Aufnahmen vom Polarlichtabend gibt es hier.

Für Insider: das ist der Matmora - dank 14mm Weitwinkel aus einer speziellen Perspektive







Sonntag, 15. Februar 2015

Trüber Anfang - sonniges Ende - Traumbilder

Der heutige Tag begann trüb. Die Wolkendecke war ziemlich dicht,  hatte aber gen Festland Löcher. Die Temperatur stieg über Nacht auf +4 Grad. Wobei das relativ ist. Denn dafür stürmte es den ganzen Tag. So war es trotzdem sehr frostig draussen.

Digermulen war mein heutiges Ziel. Das ist ein Ort, den vor allem Deutsche kennen. Denn er ist mit Geschichte verbunden. Für mich war das heute einfach eine Ansammlung von Häusern. Am bereits gestern beschriebenen Raftsund. Sehr schön gelegen.

Ich packte sogar die Schneeschuhe ins Auto. Die Idee mit der Schneeschuhtour auf den Digermulkollen (oder auch Kaiserbarden) liess ich am Ende sein. Es windete zu fest. Die Berggipfel hatten mächtige Schneefahnen. Schon unten am Meer hatte ich teilweise Mühe, festen Stand für ein Foto zu finden. Der Wind rüttelte an mir.

Die winterlichen Lofoten und angrenzenden Inseln sind bei diesem Wetter pittoresk und wunderschön. Am Nachmittag klarte das Wetter auf. Auf dem Rückweg fuhr ich einmal mehr aussen rum. Alles dem Meer entlang Richtung Laukvik. Ich rekognoszierte meine Polarlichtstellen. Die passen wirklich. Dürften aber sehr, sehr windig sein. Dafür ist der Himmel gen Norden frei und störende Lichtquellen sind nur Minimal vorhanden. Ich werde heute Abend dort rausfahren. Direkt am Meer habe ich den Eindruck, dass der Himmel freier ist. An den Gipfel hängen eher Wolken.

Wie schon im Sommer 2013 (dannzumal spätnachts auf der Rückfahrt von Abisko) erwischte ich um gut 15.00 Uhr den Sonnenuntergang. Die Stimmungen waren himmlisch schön. Ich freue mich über einige Fotos die auch aus Patagonien stammen könnten.

Jetzt bin ich in Svolvær im Haus und mit den letzten Vorbereitungen für die nächtliche Lichterjagd beschäftigt. Mehr dazu dann im Bericht zur 2. Nacht. 


Das Bilderbuch der Reise findest du hier. 


Tageseindrücke von den Lofoten - traumhaft war es

Die 1. Nacht

Auf Svinøya, der kleinen Insel vor Svolvær, habe ich nach der Ankunft mit der Hurtigruten mein Haus bezogen. Das Wort "Haus" ist entscheidend. Ich bin zum ersten Mal in einem der neuen Häuser unten, direkt am Wasser. Und komme mit dem Zählen der Betten kaum nach. 8 Personen können hier drin problemlos schlafen. 3 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, eine grosse Küche und ein schönes Wohn- und Esszimmer. Auch Wifi soll es haben. Das ist ziemlich relativ. Ein Netz hat es, eine Verbindung gibt es aber nur ganz kurz. Dann ist Sendepause. Mühsam. Gebucht habe ich übrigens ein Rorbuer für 1 Person - und keine Villa. Eingeräumt habe ich zügig, und eingekauft auf dem Weg zum Haus vorher im Coop vorne im Ort. Es hat -8 Grad.

Nach dem Nachtessen mache ich mein Material bereit, ziehe mich warm an und beobachte den Himmel aus dem Wohnzimmer. Das hat direkt zum Svolværgeita grosse Fenster. Dumm ist bloss: es tut sich nichts. Gegen 22.45 Uhr sitze ich ins Auto. Ich will mal hinter den Berg um zu sehen, ob der auf der Karte festgelegte Fotostandort funktionieren würde. Kaum bin ich draussen, bemerke ich den neuen Gast. Einen starken Wind. Es ist wärmer geworden, -3 Grad. Und es bläst ziemlich heftig. Schnee wirbelt durch die Luft.

Die Fahrt führt mich rund 40 km gen Laukvik. Auf dem Weg erlebe ich Temperaturwunder. Dort wo der Wind stark bäst, hat es ca. -2 Grad. Dort wo der Wind noch nicht hinkommt, fällt das Quecksilber bis -11 Grad. Und das im Abstand von 1 bis 2 km. Krass. Fotografieren würde gut gehen. Die Schwierigkeit ist eher, das Auto irgendwo abzustellen. Alle Parkbuchten, die im Sommer zur Verfügung stehen, sind nicht zugänglich. Zugeschneit. Fertig. Das Problem löst sich schnell. Der Himmel bleibt ruhig. Das fängt ja gut an ... 

Um 00.30 Uhr bin ich zurück, trinke heissen Tee und warte noch ein wenig ab. Man weiss nie. Vielleicht geht noch etwas?

Noch ein Wort zu den Fotos vom Samstag: Die werden folgen - zuerst muss ich ein WLAN finden um die schönen Bilder hochzuladen. Was in der Zwischenzeit gelungen ist. Im 1. OG ist der Empfang sehr gut.

Das Bilderbuch der Reise findest du hier.


Fahrt in der Abenddämmerung mit der Hurtigruten durch den Raftsund

Samstag, 14. Februar 2015

Mit der Hurtigruten von Harstad nach Svolvær - Teil 2

Das Wetter, das bestimmende Thema. Heute ist es auf meiner Seite. Am Nachmittag klart der Himmel immer mehr auf. Die Schneeschauer verschwinden. Um ca. 15.00 Uhr verschwindet die Sonne in Stokmarknes hinter den Bergen. Und verzaubert diese bis zur Dunkelheit mit herrlichem Licht. Es ist unwahrscheinlich schön. Ich bleibe auf dem Schiff. Da ist es so herrlich ruhig. Denn viele Gäste strömen an Land und ins Hurtigruten Museum. Das kenne ich bereits aus unserer 2013-er Reise. Für all jene, die mal da sind: unbedingt besuchen, es ist wirklich spannend, die Geschichte der Hurtigruten zu erfahren.

Gerade fahren wir durch den 26 km langen Raftsund und überqueren die Grenzen zu den Lofoten. Bald gibt es eine D-Kurve vor dem Trollfjord. Da fährt das Schiff im Winter nicht hinein. Noch 2 Stunden bis zur Ankunft in Svolvær. Zum Fotografieren ist es nun zu dunkel. Dafür ist es ein Genuss, die Dämmerungsstimmung pur mitzubekommen.

Diese winterliche Schifffahrt hat sich wirklich gelohnt. Vor allem waren die Verhältnisse besser als ich es vom Wetterbericht her erhofft habe. In Svolvær werde ich zuerst den Einkauf erledigen. Dann geht es ab zur Unterkunft. So wie es aussieht werde ich mich für eine Nachtsession bereitmachen. Warm einpacken ist keine schlechte Idee. Minus 5 Grad hat es. Und wärmer wird das kaum werden. Der Himmel ist im Moment fast klar. Bei mir steigt die Spannung. Erst ein Tag bin ich hier, und fühle mich fast wie daheim :-).


Das Bilderbuch der Reise findest du hier.

Mit der Hurtigruten von Harstad nach Svolvær - Teil 1

Harstad heute Samstagmorgen: Schneewolken, fast keine Sicht, knackig frisch mit -8 Grad. Um 08.30 Uhr fährt mein Schiff gen Svolvær. Vorher treffen sich das nordwärts fahrende (MS-Polarlys) und das südwärts fahrende Schiff (MS-Trollfjord) praktisch im Hafen. Bevor ich in den Schiffsbauch reinfahre, kaufe ich im Coop noch schnell eine Thermosflasche.

Nach unserem langen Norwegenaufenthalt im 2013 ist das Reisen mit der Hurtigrouten Routine. Auch heute klappt das einwandfrei. Die Dame am Empfang schildert mir das mittägliche Buffett mit solch blumigen Worten, ich zahle glatt dafür und freue mich auf ein ausgiebiges Essen.

Auf dem Schiff ist es morgens um 09.00 Uhr ruhig. Fast habe ich das Gefühl, alleine darauf zu sein. Das Wetter ist der Hammer. Schneewolken und fast null Sicht, ein paar Minuten später scheint die Sonne und beleuchtet die Berge. Herrlich. Die Strecke von Harstad nach Svolvær sei eines der schönsten Teilstücke. Ich kann das bestätigen. Vor allem dann, wenn man Sicht hat :-).

Ich bin viel draussen an Deck. Bis es mir wirklich zu kalt wird. Die Kälte frisst sich nach und nach durch die Kleider und wird bissig. So wärme ich mich immer wieder drinnen auf. Hier ist es im Vergleich zum Sommer weniger hektisch. Richtig angenehm. Ich „beschaffe“ mir eine Kaffeetasse und bin damit an die warmen Getränke "angeschlossen". Statt NOK 395.00 zu zahlen (soooo viel Kaffee kann ich gar nicht trinken), schnappe ich mir eine leere Tasse, wasche die ab und das wär’s. Vermutlich nicht im Sinne der Erfinder. Aber die zwei, drei Kaffee wird die Hurtigruten wohl verkraften. So fein ist die Filterbrühe dann auch wieder nicht.

Im Hintergrund tauschen zwei Deutsche fleissig Fototipps aus für Nachtaufnahmen. Interessant. Da geht’s um Basic’s. Zum Beispiel darum, wie man die Kamera bedient. Auch habe vor einiger Zeit geübt, bis die Nachtbilder endlich brauchbar wurden. 


Es ist jetzt 12.20 Uhr, wir legen gerade in Sortland an und bald kann ich an die Futterkrippe. Ich habe einen Bärenhunger. Später werden wir in Stokmarknes eine Stunde lang Pause machen. Da werde ich mir sicher die Beine vertreten gehen. Das ist der Ort mit dem Hurtigruten Museum, wo wir 2013 waren und Trudy und Jürg die MS-Nordnorge bestiegen um über den Trollfjord zurück nach Svolvær zu fahren. Die Fahrt wird bis 18.30 Uhr dauern. 

Das Bilderbuch der Reise findest du hier.

Freitag, 13. Februar 2015

Harstad - tiefer Winter

-6 Grad, leichter Schneefall und stockdunkel. So erlebe ich den Flugplatz bei Harstad als der Flieger um 17.30 Uhr landet. Ich packe mein Gepäck in den gemieteten Ford C-Max und lasse all die netten Volvos auf dem Parkplatz stehen. Die paar Tage im Ford werde ich sicher überstehen. Natürlich wäre ein Volvo XC70 super. Aber ehrlich gesagt fand ich den Preis dafür zu hoch. Obwohl die unter Druck geratenen Rohölpreise die norwegische Krone rund 20% günstiger gemacht haben. Immerhin ist das Preisniveau so in etwa auf dem der Schweiz. Da hat die Reisekasse Freude.

Auf dem Flugplatz trifft sich eine ganze Gruppe von Schweizern. Geführt von einem Fotografen. Ich bin gespannt, ob ich die Leute in Svolvær wiedersehen werde. Dort findet nämlich während der Zeit in der ich hier oben bin, eine geführte Fotoreise eines bekannten Schweizer Veranstalters statt.

Knapp 40 km fahre ich vom Flugplatz bis nach Harstad. Schneebedeckt und eisig sind die Strassen. Es rüttelt und schüttelt und der Schnee stiebt wenn ein Lastwagen entgegenkommt. Übernachtung ist im Thon Hotel. Das Zimmer gefällt. Als ich frage, wo ich morgen Samstag auf die Hurtigruten muss, zeigt mir die Dame von der Reception das gleich mal. 30 Sekunden rechts vor der Haustüre. Das müsste klappen ;-). Nach einem Anruf daheim muss ich dringend etwas essen. Die Thon Hotels haben meist ein Steakhouse namens "Egon" angegliedert. So auch hier. Das Essen ist fein.

Vorher aber noch das: als ich essen gehen wollte, läutet mein Telefon. Eine komische Nummer wird angezeigt. Ich überlege, ob ich abnehmen soll oder nicht. Ich nehme ab. Es meldet sich die norwegische Polizei. Mein Mietauto stehe auf dem falschen Parkplatz. Der sei vermietet. Ich sause runter und stelle die Kiste vor den nächsten Schneehaufen. Hoffentlich passt das jetzt. Bis jetzt hat niemand mehr angerufen. "Big Data" ist hierzu das Stichwort. Die haben meine Nummer offenbar im Nullkommanichts via die Mietautofirma ausfindig gemacht und angerufen. Ich könnte ja nun zurückrufen und fragen, wieso immer noch kein Auto auf dem nun freien Platz steht ...

Die Wetterbeobachtung aus dem Zimmer ergibt: aufgelockerte Bewölkung, ich sehe einen hellen Stern (müsste der Jupiter sein). Mein Zimmer hat das Fenster voll gen Norden. Sprich: ich schaue von Zeit zu Zeit mal raus ob sich was tut. Wäre dem so, bricht hier die Hektik aus.

Und noch was zu "Ride as much as you can" - man kann sogar so etwas vergessen: meine Thermosflasche blieb daheim. Eher dumm, bei den Temperaturen die aktuell herrschen. 

Das Bilderbuch der Reise findest du hier.


Die Jagd geht wieder los

Ihr lest richtig. Die Polarlichter lassen mich nicht los. Nach 2013 und 2014 starte ich heuer den dritten Anlauf und reise wieder in den hohen Norden. 2013 war es Svolvær auf den Lofoten (Norwegen), 2014 Abisko in Schweden. Und dieses Jahr? Dreimal dürft ihr raten - ich sitze gerade im Flughafen Oslo und warte auf meinen Anschlussflug nach Harstad. Von dort ziehe ich morgen Samstag per Hurtigruten nach - Svolvær. 

Und ja, ich werde wieder bloggen. Ich habe die beiden alten Blogs (2013 & 2014) zusammengefasst und fahre nun weiter. Also ein Blog für alles was Polarlichter betrifft. Eine Fortsetzungsgeschichte also. Denn wie im 2014 bin ich alleine unterwegs. Was werde ich erleben? Ich bin gespannt. Irgendwie ist es ja fast ein wenig wie retourkommen. Zum etwa 5. Mal werde ich auf den Lofoten sein. Freude herrscht. Wobei ich Frau Gabi garantiert vermissen werde - sniff.

Im Gepäck habe ich eine Planung der Orte, wo ich mit dem Fotoapparat hinwill. Mit dem Mietauto werde ich flexibler zu sein als 2013, wo wir an einem Ort blieben. Die Gegend um Laurvik werde ich garantiert besuchen. Dort wohnt ein holländisches Paar. Sie betreiben ihr eigenes Polarlichtcenter. Welches weit herum bekannt ist. Vielleicht schaue ich dort mal vorbei. Wir waren im Sommer 2013 bereits in der Gegend und sie hat uns extrem gut gefallen. Das ist dort, wo wir über den Matmora gewandert sind. Sieht nach einer absolut guten Gegend für Polarlichtbilder aus.

Was das Wetter bringen wird, ist entscheidend. Und da sieht es ziemlich herausfordernd aus. Hier in Oslo hat es -1 Grad, ist sacktrüb und es nieselt. Wie ist es wohl zwei Flugstunden weiter im Norden? Heute Abend werde ich es sehen. Im Flieger von Zürich nach Oslo hatte es einige Leute, die wohl ein ähnliches Projekt verfolgen wie ich. Auffällig viele fliegen nach Tromsø hoch. Warum wohl? Genau - wohl auch wegen der Polarlichter. Ist das dort der weltbekannte Hotspot. Die vermarkten das in der Zwischenzeit perfekt. Da lobe ich mir meine eigene Planung.

Der Flug war schon mal die erste Überraschung. Ich habe wohl beim Buchen gar nicht gemerkt, dass ich so was die Business Class von SAS gebucht hatte. Jedenfalls war die Büchse hinten proppenvoll. Und vorne hatte es massig Platz. Cool. Hat mir gefallen. 

Freund Ali reist mit dem Velo manchmal nach dem "Ride Light"-Prinzip. Das besagt ganz grob: so wenig mitnehmen wie möglich. Gewichtsparen also. Ich verfolge auf diesem Trip das "Ride as much as possible"-Prinzip. 2 x 23 kg sind erlaubt. Und glaubt mir: ich nütze die aus. Sicherheitshalber habe ich sogar die Schneeschuhe mitgenommen. Man muss die Koffer ja füllen - und das Mietauto dann auch. 

Das Bilderbuch der Reise findest du hier.

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